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Lindner: „Wir sind Überzeugungstäter.“

Lindner: „Wir sind Überzeugungstäter.“
© dpa

Politbarometer

FDP sackt nach Jamaika-Aus ab

Knapp drei Wochen nach dem Aus für Jamaika im Bund kommt die Umfragen-Quittung für die FDP: Im neuen ZDF-Politbarometer geht es für die Liberalen um zwei Prozentpunkte nach unten. Parteichef Christian Lindner rechtfertigt sich.

Berlin. Die FDP büßt nach ihrem Ausstieg aus den Sondierungen für eine Jamaika-Koalition in Umfragen stark an Zustimmung ein. Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, bekämen die Liberalen acht Prozent und damit zwei Punkte weniger als Mitte November, wie am Freitag das neue ZDF-«Politbarometer» ergab. FDP-Chef Christian Lindner sackt in der Liste der zehn wichtigsten Politiker ab und erhält noch eine Bewertung von 0,3 (November: 1,1) auf der Skala von plus 5 bis minus 5.

Um zwei Punkte auf 23 Prozent zulegen konnte die SPD, um einen Punkt die AfD auf 12 Prozent. Die Union verlor in der Umfrage einen Punkt auf 32 Prozent. Grüne und Linke kamen unverändert auf 12 und 9 Prozent.

Lindner: „Schiere Prozentzahl nicht entscheidend“

FDP-Chef Christian Lindner verteidigt seinen Kurs und will sich durch die verschlechterten Umfragewerte für ihn und seine Partei nicht beirren lassen. „Die FDP ist kein Waschmittelproduzent, der auf immer höheren Marktanteil drängt. Wir sind Überzeugungstäter“, sagte Lindner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Man kann uns kritisieren für unsere Inhalte. Wir möchten aber nicht kritisiert werden, weil wir für nichts stehen.“ Die FDP habe 1969 mit 5,8 Prozent die Republik verändert und mit 14,6 Prozent 2009 keinen Politikwechsel erreicht: „Die schiere Prozentzahl ist also nicht entscheidend.“

Auch im ARD-Deutschlandtrend, der am Donnerstagabend veröffentlicht wurde, erlitt die FDP Einbußen. Lindner persönlich verlor im Vergleich zum Vormonat bei den Zustimmungswerten 17 Punkte und kam jetzt nur noch auf 28 Prozent. Er hatte die Gespräche über eine Koalition von Union, FDP und Grünen vor knapp drei Wochen für gescheitert erklärt.

Von Rasmus Buchsteiner/RND mit dpa


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