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Deutschland/Welt Erste Rebellengruppen ziehen sich aus Idlib zurück
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Erste Rebellengruppen ziehen sich aus Idlib zurück
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12:38 30.09.2018
Die Rebellen ziehen sich langsam aus der syrischen Provinz Idlib zurück. Quelle: Ugur Can/dpa
Kairo

Eine islamistische Rebellengruppe hat Menschenrechtlern zufolge mit dem Rückzug aus der für die Rebellenhochburg Idlib vereinbarte entmilitarisierte Zone begonnen. Kämpfer der Miliz Failak al-Scham verließen am Sonntag ein Gebiet nahe der Provinz im Nordwesten des Landes, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Auch schwere Waffen seien fortgeschafft worden.

Der Beobachtungsstelle zufolge hatte die Türkei, die als Schutzmacht der Rebellen in der Region auftritt, die Aufständischen zu dem Rückzug bewegt.

Die Türkei und Russland hatten Mitte September einen Großangriff der syrischen Regierungstruppen auf Idlib mit einer Vereinbarung vorläufig abgewendet. Sie sieht vor, dass bis zum 15. Oktober rund um Idlib eine entmilitarisierte Zone eingerichtet wird. Die Zone soll 15 bis 20 Kilometer breit sein. Schon bis zum 10. Oktober sollten schwere Waffen aller Konfliktparteien aus dem Streifen abgezogen werden, bis zum 15. Oktober soll es dort keine „radikalen Terrorgruppen“ mehr geben.

Entlang der Grenzen der entmilitarisierten Zone würden türkische Soldaten und russische Militärpolizei gemeinsam patrouillieren. Die Türkei dürfe ihre „Beobachtungsposten“ in der Region „befestigen“ und Russland stelle sicher, dass es keine Angriffe auf Idlib gebe. Außerdem sollen die für den Handel wichtigen Fernstraßen von Aleppo nach Latakia und nach Hama bis zum Jahresende wieder offen sein.

Lesen Sie auch: Die Friedensstifter von Syrien?

Von RND/dpa/lf

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