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Der türkische Präsident Erdogan Ende November in Ankara.

Der türkische Präsident Erdogan Ende November in Ankara. © Turkish President Press Office

Staatsoberhaupt

Erdogan erhält nach Hitler-Aussage Rückendeckung von Regierung

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erhält nach einer umstrittenen Äußerung über Hitler-Deutschland Rückendeckung aus der islamisch-konservativen Regierung.

Istanbul. Erdogan hatte am Mittwochabend in Istanbul nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu zur Einführung eines Präsidialsystems gesagt: "Es gibt dafür aktuell Beispiele in der Welt und auch in der Vergangenheit. Wenn Sie nach Hitlerdeutschland schauen, sehen Sie das (Präsidialsystem), und sie sehen ebenfalls in anderen Ländern Beispiele dafür." Erdogan betonte jedoch auch, ein Präsidialsystem dürfe sich nicht gegen das Volk richten. In einem solchen System müsse Gerechtigkeit herrschen, sagte er.

Die Aussage Erdogans sei falsch interpretiert worden, betonte der stellvertretende Ministerpräsident Yalcin Akdogan laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu vom Samstag.

Nach der Interpretation türkischer Medien vom Freitag nannte Erdogan Hitler-Deutschland als Beispiel für ein gutes Präsidialsystem, was das Büro Erdogans dementierte. Hitler-Deutschland habe "katastrophale Folgen" gehabt, erklärte das Präsidentenbüro. Erdogan sehe den Holocaust und Islamophobie vielmehr als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Erdogan will ein umstrittenes Präsidialsystem durchsetzen und damit seine Position stärken.

dpa


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