Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Enges Rennen: Griechische Parteien buhlen um Unentschlossene
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Enges Rennen: Griechische Parteien buhlen um Unentschlossene
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:14 19.09.2015
Leeres griechisches Parlament: Wer wird hier künftig die Mehrheit haben? Foto: Pantelis Saitas/Archiv
Anzeige
Athen

Griechenland hat alle Vorbereitungen für die Parlamentswahl am Sonntag abgeschlossen. Dies erklärte die griechische Interims-Regierungschefin Vasiliki Thanou in Athen. Der  Wahlkampf war am späten Freitagabend zu Ende gegangen.

Letzte Umfragen geben dem ehemaligen griechischen Regierungschef Alexis Tsipras und seiner Linkspartei Syriza einen Vorsprung von bis zu drei Prozentpunkten vor der konservativen Nea Dimokratia (ND). Aber auch deren Parteichef Evangelos Meimarakis äußerte sich siegessicher. 

Fast alle Umfragen zeigen, dass weder das Linksbündnis noch die Konservativen eine absolute Mehrheit erreichen werden. Die Parteien seien jetzt schon auf der Suche nach Koalitionspartnern, schreiben Kommentatoren. "Das schwierige Puzzle der Kooperationen", titelte die konservative Zeitung "Kathimerini". Die Zeitung spielte alle nur denkbaren Koalitionsmöglichkeiten durch.

Auch andere Zeitungen des Landes beschäftigten sich noch vor der Wahl mit den erwarteten Koalitionsverhandlungen. "Man braucht zwei zum Tango", kommentierte das Blatt "To Vima". Selbst die Parteizeitung der Linkspartei Syriza, "I Avgi", rechnet mit einer Regierungskoalition. "Das Herz schlägt links", titelt das Parteiblatt siegessicher. Dennoch werde die Partei unter Alexis Tsipras einen oder mehrere Koalitionspartner benötigen.

Tsipras, der mit seinem Rücktritt vor wenigen Wochen den Weg für Neuwahlen freigemacht hatte, trat zum Wahlkampfabschluss auf dem Parlamentsvorplatz in Athen auf. "Griechenland, ziehe einen Schlussstrich unter das Kapitel des alten (korrupten) Systems", gab sich Tsipras siegessicher.

Sein stärkster Herausforderer, Evangelos Meimarakis von den Konservativen, ging dafür hart mit Tsipras ins Gericht. Er habe bei der letzten Parlamentswahl im Januar das Volk getäuscht und das Land dann mit falschen Entscheidungen in eine Katastrophe geführt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie von den USA befürchtet verstärkt Russland offensichtlich seine militärische Präsenz in Syrien. Russland habe vier Jagdflugzeuge vom Typ Sukhoi Su-27 in die syrische Küstenstadt Latakia verlegt, berichteten CNN und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Pentagon-Vertreter.

19.09.2015

Bei der Reform der Erbschaftsteuer bekommt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nach einem Zeitungsbericht Gegenwind aus den Bundesländern. Kurz vor den Beratungen in Bundestag und Bundesrat in der kommenden Woche kritisieren sie die von Schäuble geplanten Vergünstigungen für mittelständische Familienunternehmen als zu weitgehend.

19.09.2015

Nach Raketenangriffen militanter Palästinenser hat Israels Luftwaffe erneut Ziele im Gazastreifen bombardiert. Es seien in der Nacht drei "Terrorstätten" im nördlichen Abschnitt beschossen worden, teilte das Militär mit.

19.09.2015
Anzeige