Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt EU-Gesandter warnt vor Al-Kaida-Gefahr in Europa
Nachrichten Politik Deutschland/Welt EU-Gesandter warnt vor Al-Kaida-Gefahr in Europa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:10 23.01.2013
Bernardino León ist Sonderbeauftragter der EU für den südlichen Mittelmeerraum. Quelle: Jamal Nasrallah/Archiv
Anzeige
Brüssel

"Der Krieg in Mali und die Geiselkrise in Algerien sollten alle Europäer zum Nachdenken darüber bringen, wie wichtig es ist, Nordafrika mit höchster Priorität zu behandeln", sagte der EU-Sonderbeauftragte für den südlichen Mittelmeerraum am Mittwoch dem EU-Informationsdienst dpa Insight EU.

"Wenn wir eine anhaltende Lösung für die Probleme dort finden, würde das sicherlich die Sicherheitslage in Europa verbessern", fügte León hinzu. Zuvor hatte es Berichte gegeben, nach denen malische Regierungstruppen mit Unterstützung Frankreichs in den bisher von Rebellen gehaltenen Nordosten Malis vorgedrungen sind. Am 21. Januar hatte der algerische Ministerpräsident Abdelmalek Sellal malische Rebellen für die blutige Geiselnahme im algerischen Gasfeld In Amenas verantwortlich gemacht, bei der mindestens 37 ausländische und ein algerischer Mitarbeiter getötet worden waren.

León sagte, die Lage im subsaharischen Afrika gleiche einer Zeitbombe, weil viele Staaten der Region zu schwach seien, um angemessen auf die Bedrohung durch Terrorismus und islamischen Radikalismus zu reagieren. "Al-Kaida wird sicherlich versuchen, wieder und wieder zuzuschlagen." Auch auf europäischem Boden seien terroristische Anschläge möglich: "Ich bin mir sicher, dass Innenministerien und die Polizei im nördlichen und südlichen Europa sich darauf vorbereiten."

Am 11. März 2004 waren 191 Menschen bei mehreren, fast zeitgleichen Anschlägen auf Nahverkehrszüge in Madrid ums Leben gekommen. Etwa 1800 Menschen wurden dabei verletzt. Die spanischen Behörden hatten damals eine von Al-Kaida kontrollierte Terrorzelle für die Anschläge verantwortlich gemacht.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem versuchten Anschlag auf den Bonner Hauptbahnhof hat die Deutsche Bahn für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 50 000 Euro ausgesetzt.

23.01.2013

Begleitet von Boykottaufrufen der Islamisten wählen die Jordanier ein neues Parlament. "Protest ist keine Strategie", erklärten einige der Wähler, die am Mittwochmorgen zu den Urnen gingen.

23.01.2013

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich noch in der Wahlnacht für eine möglichst breite Regierungskoalition ausgesprochen. Er wolle sofort entsprechende Bemühungen aufnehmen, teilte er am späten Dienstagabend auf seiner Facebook-Seite mit.

22.01.2013
Anzeige