Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Dobrindt plant Alkohol- und Drogenkontrollen für Piloten
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Dobrindt plant Alkohol- und Drogenkontrollen für Piloten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:43 27.12.2015
«Ich halte es für sinnvoll, dass Piloten stichprobenartig auf den Konsum von Alkohol, Drogen und Medikamenten kontrolliert werden», sagt der Verkehrsminister. Quelle: Michael Kappeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Anzeige
Berlin

Eine gesetzliche Regelung dazu will Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dem Bundeskabinett im neuen Jahr vorlegen: "Ich halte es für sinnvoll, dass Piloten stichprobenartig auf den Konsum von Alkohol, Drogen und Medikamenten kontrolliert werden", sagte er der "Bild am Sonntag". "Experten weltweit sehen darin positive Effekte, die betriebliche Sicherheit in der Luftfahrt zu stärken."

In den USA und Australien habe es sich bereits bewährt, diese Kontrollen in die Verantwortung der Unternehmen zu legen. Die neue deutsche Regelung hierzu sollte deshalb auch auf europäischer Ebene umgesetzt werden, empfahl Dobrindt.

Seine Pläne gehen auf eine Task Force zurück, die nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen vor neun Monaten gegründet worden war. Nach Überzeugung der Ermittler war der Copilot fluguntauglich, instabil und psychisch krank und ließ das Flugzeug am 24. März absichtlich zerschellen. Alle 150 Menschen an Bord starben.

Markus Wahl von der Pilotenvereinigung "Cockpit" kritisierte Dobrindts Pläne. "Die geplanten zufälligen Tests sind aus unserer Sicht absolut falsch", sagte Wahl der "Bild am Sonntag". "Sie haben nichts mit dem Germanwings-Unglück zu tun und stellen eine ganze Berufsgruppe unter Generalverdacht."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Umfang der US-Waffenverkäufe ins Ausland ist 2014 um fast zehn Milliarden Dollar (9,1 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das geht der "New York Times" zufolge aus einer neuen Kongress-Studie hervor.

26.12.2015

Die Euphorie ist groß vor der ersten Parlamentswahl im Iran nach dem Atomabkommen. Mehr als 12.000 Bewerber, davon gut 1400 Frauen, wollen ins neue Parlament. Doch alle müssen noch von einem ideologischen Kontrollgremium gebilligt werden - eine hohe Hürde.

26.12.2015

Stimmenfang mit Ängsten in der Flüchtlingskrise? Für Außenminister Steinmeier ist das "geistige Brandstiftung", Kabinettskollege Schäuble warnt seine Partei vor einem Wettstreit mit "Dumpfbacken".

26.12.2015
Anzeige