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Der Staatspräsident der Republik China, Xi Jinping, begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeinsam mit Regierungschef Li Keqiang besucht Merkel die Provinz Anhui, etwa eineinhalb Flugstunden südlich von Peking.

Der Staatspräsident der Republik China, Xi Jinping, begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeinsam mit Regierungschef Li Keqiang besucht Merkel die Provinz Anhui, etwa eineinhalb Flugstunden südlich von Peking. © Soeren Stache

Regierung

Deutschland und China vereinbaren engeren Bildungsaustausch

Zum Abschluss geht es um Bildung und das ländliche Leben. Beim zweiten Tag von Merkels Chinareise werden zudem weitere Abkommen unterzeichnet.

Hefei. Deutschland und China wollen den Jugend- und Bildungsaustausch zwischen beiden Ländern ankurbeln. Das vereinbarten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang am Freitag bei einem Besuch der Universität Hefei in der Provinz Anhui.

Beide nahmen an einer Feier zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen der chinesischen Hochschule und mittlerweile 17 deutschen Universitäten teil.

Merkel sieht nach ihren politischen Gesprächen in China neue Chancen für Fortschritte bei den Verhandlungen über die Zukunft Syriens. Peking bringe sich intensiv in die Lösung internationaler Konflikte ein, lobte die Kanzlerin. Vor dem Hintergrund der aktuellen Gespräche in Wien sagte sie, Verhandlungen könnten sicherlich nicht über Nacht ein Ergebnis bringen, aber ein Anfang für Gespräche über eine Lösung des Konflikts sein.

Nach einem Großauftrag für Airbus vom Vortag wurden weitere 15 Wirtschaftsabkommen im Gesamtvolumen von zwei bis drei Milliarden Euro unterzeichnet. China kauft unter anderem 100 Hubschrauber für rund eine Milliarde Euro vom europäischen Luftfahrtkonzern Airbus. Im Rahmen des über sieben Jahre laufenden Geschäfts wird eine Produktionslinie für die leichten Helikopter vom Typ H135 in China aufgebaut.

Die Kanzlerin hob das mit Peking geplante Abkommen gegen Wirtschaftsspionage nach dem Vorbild ähnlicher Regelungen mit den USA und Großbritannien hervor. Die entsprechenden Gespräche würden nun schnell aufgenommen.

Die Universität Hefei soll zum Pilotprojekt für die Bildungszusammenarbeit beider Länder werden. Mehr als 1400 Studierende von dort haben in Deutschland studiert, mehr als 600 deutsche Studenten waren bereits zu Aufenthalten in Hefei. Merkel und Li hatten am Vortag vereinbart, das Jahr 2016 zum "Deutsch-Chinesischen Jahr des Schüler- und Jugendaustausches" zu machen.

Hefei ist die Partnerstadt von Osnabrück. Li hatte Merkel am zweiten Tag ihres Chinabesuches in seine Heimatprovinz begleitet. Dies gilt als besondere Ehre. Es ist das erste Mal, dass der Premier einen ausländischen Regierungschef in seine Heimatregion eingeladen hat.

Zum Abschluss der Reise besuchte Merkel in der Nähe von Hefei das Dorf Shen Fu. Es gilt als Musterbeispiel für die neue chinesische Dorfentwicklung. Bei Gesprächen mit einer örtlichen Familie informierte sie sich über die Lebensbedingungen der Landbevölkerung. Sie besuchte auch eine Krankenstation und eine Grundschule.

dpa


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