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Deutschland/Welt Deutscher Islamist Breininger angeblich getötet
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Deutscher Islamist Breininger angeblich getötet
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14:24 03.05.2010
Seit Jahren per Haftbefehl gesucht: Eric Breininger Quelle: dpa
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Der 22-Jährige starb nach einer Internet-Mitteilung einer Splittergruppe der Islamischen Dschihad Union (IJU) bereits am Freitag bei Kämpfen mit pakistanischen Soldaten am Hindukusch.

Die deutschen Sicherheitsbehörden prüfen die Veröffentlichung, wie Sprecher von Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt am Montag auf Anfrage des DAPD sagten. Zur inhaltlichen Richtigkeit der Angaben könne man noch keine Aussagen treffen, betonten beide. Ebenfalls bei dem Gefecht umgekommen sein soll nach der in der Nacht zum Montag veröffentlichten Mitteilung der in Deutschland geborene Türke Ahmet M., wie „Welt online“ und „Spiegel online“ berichteten.

„Die Vertreter der Taifa al-Mansura Deutschland gratulieren den am 30. 4. gefallenen deutschstämmigen Märtyrern“, heißt es laut „Welt online“ in dem Schreiben der Terrorgruppe. „Nach dem heutmorgigen Nachrichtenstand haben wir erfahren, dass die aus Deutschland am Dschihad teilnehmenden Leiter der Elif-Medya, Selehuddin Türki und an seiner Seite Abdul Ghafar al-Almani, gefallen sind.“

Der 22-jährige Breininger aus Neunkirchen im Saarland soll sich im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet „Abdul Ghafar der Deutsche“ genannt haben. Hinter dem Namen Selehuddin Türki soll sich der 32 Jahre alte Ahmet M. aus Salzgitter verbergen.

Den Angaben der Taifa al-Mansura Deutschland zufolge seien Eric Breininger und Ahmet M. in einem Auto in den nordwestpakistanischen Provinzen Nord- und Süd-Waziristan unterwegs gewesen, als sie von pakistanischen Soldaten angegriffen worden seien. Laut „Spiegel online“ soll das Gefecht in der Nähe der Stadt Mir Ali stattgefunden haben.

Seit 2008 öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben


Breininger und ein weiterer Terrorverdächtiger namens Houssain Al Malla waren im September 2008 bundesweit bekanntgemacht worden. In einem ungewöhnlichen Schritt hatten sich die Behörden entschlossen, die beiden öffentlich zur Fahndung auszuschreiben, weil sie von einer Rückkehr der Männer nach Deutschland ausgingen, was sich dann aber nicht bestätigte. Bereits seit April 2008 wurden beide per Haftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, nämlich der IJU, gesucht. apn

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