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Finanzielle Fördermaßnahmen

Deutsche Kinderhilfe fordert Familienchip für alle Eltern

Die Deutsche Kinderhilfe hat die geplante Chipkarte zur finanziellen Förderung von Hartz-IV-Kinder nun für alle Familien gefordert. Eine Familienkarte für alle hätte zudem den Charme, das es „keine Stigmatisierung einzelner Gruppen“ gebe, sagte der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann, am Donnerstag.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) trifft an diesem Freitag in Berlin erstmals mit den Fachministern der 16 Länder zusammen, um über die künftige Förderung für Kinder von Langzeitarbeitslosen zu beraten.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) trifft an diesem Freitag in Berlin erstmals mit den Fachministern der 16 Länder zusammen, um über die künftige Förderung für Kinder von Langzeitarbeitslosen zu beraten.

© dpa

Die Deutsche Kinderhilfe hat die Ausweitung des geplanten Bildungschips für Hartz-IV-Kinder auf alle Familien in Deutschland verlangt. Auf diese Chipkarte sollten alle finanziellen Fördermaßnahmen des Staates für Kinder und Familien gebucht werden - einschließlich des monatlichen Kindergeldes, sagte der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

So könne sichergestellt werden, dass die den Kindern zugedachte Förderung auch tatsächlich bei ihnen ankommt, sagte Ehrmann. Mit den Karten könnten Eltern für ihre Kinder die Kindergartenbeiträge bezahlen oder das Essen in Ganztagsschulen oder Kindertagesstätten. Auch für die Anschaffung von Lehrmitteln, bei Sport- und Freizeitangeboten, Musikschulen, Schwimmbädern oder Theater- oder Museumsbesuchen könnte die Karte eingesetzt werden.

Eine Familienkarte für alle hätte zudem den Charme, das es „keine Stigmatisierung einzelner Gruppen“ gebe, sagte Ehrmann. Die Karte wäre „ein intelligentes Instrument, um Förderleistungen für Familien zu steuern“. Ehrmann: „Angesichts der hohen Zahl bildungsferner, verwahrloster und auch wohlstandsverwahrloster Kinder, Schulabbrecher und perspektivloser Jugendlicher gehört die gesamte Familienförderung des Staates auf den Prüfstand.“

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) trifft an diesem Freitag in Berlin erstmals mit den Fachministern der 16 Länder zusammen, um über die künftige Förderung für Kinder von Langzeitarbeitslosen zu beraten. Das Bundesverfassungsgericht hatte im Februar die bisherigen reduzierten pauschalen Regelsätze für Kinder als verfassungswidrig erklärt und eine Neuregelung ab 1. Januar 2011 verlangt. Von der Leyen strebt eine Bildungschipkarte für diese Kinder an, mit der auch Nachhilfe, Essen in Schulen oder Freibad- und Museumsbesuche bezahlt werden können.

dpa


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