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Kommentar

Der Scherbenhaufen wird immer größer

Bei der Polizei in Wolfsburg kehrt keine Ruhe ein. Die Personalie Podehl sorgt einmal mehr für Ärger. Diesmal hat sich ein kleiner Kreis Altvertrauter des Ex-Inspektionsleiters aufgeschwungen, die Kripo-Chefin zu diskreditieren.

Wolfsburg. Die vermeintlich besorgten Mitarbeiter fordern in einem an Braunschweigs Polizeipräsidenten Pientka adressierten und gezielt in Lokalblätter lancierten Brief, die Beamtin solle nicht auf ihren Posten in Wolfsburg zurückkehren. Der Einzige, dem eine erneute öffentliche Beschädigung der Kriminalrätin nützt, ist Podehl. Der „Brandbrief“ ist eine Intrige.

Sie gärt und gärt, die Polizei-Affäre in Wolfsburg. Mit dem peinlichen Versuch, mit einem in Medien ausgebreiteten Schreiben die Rückkehr der leitenden Beamtin zu torpedieren, ist die Lage erneut eskaliert. Was soll eigentlich der Bürger denken über einen liebestollen Polizeichef, der Pferdebilder verschickt, einen Polizeipräsidenten, der die Angelegenheit zunächst unter den Teppich kehrt, dann sein Fehlverhalten eingesteht, einen Innenminister, der sich wegduckt und die Affäre mit einer „neuen Fehlerkultur in der Polizei“ vom Tisch wischt? Und von Briefeschreibern, die mit vordergründiger Besorgnis der Kripo-Chefin öffentlich schaden wollen?

Es darf nicht sein, dass die Affäre weiter dem Ansehen der niedersächsischen Polizei schadet. Es gibt tausende Beamte im Land, die einen tollen Job machen und es nicht verdient haben, dass ihre Arbeit wegen weniger schwarzer Schafe in Wolfsburg in Misskredit gerät. Nach dem Schmierentheater um den „Brandbrief“ muss Minister Boris Pistorius bei der Personalie Podehl hart durchgreifen. Der Scherbenhaufen darf nicht noch größer werden.

von Britta Mahrholz


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