Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Demonstranten in Pakistan stürmen staatlichen Fernsehsender
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Demonstranten in Pakistan stürmen staatlichen Fernsehsender
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:50 01.09.2014
Die eskalierende Gewalt hat Sorge vor einem Eingreifen des Militärs geschürt, das in der Vergangenheit bereits häufiger geputscht hat. Quelle: Sohail Shahzad
Anzeige
Islamabad

e. Der Sender habe nach gut einer halben Stunde den Betrieb wieder aufgenommen.

Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Premierminister Nawaz Sharif, dem sie Wahlbetrug vorwerfen.

Der Chef des mächtigen Militärs, General Raheel Sharif, kam am Montag zu einer Krisensitzung mit dem Regierungschef zusammen. Der private Sender Dunya TV meldete, der Armeechef habe den Premierminister aufgefordert, das Amt 90 Tage ruhen zu lassen, um eine unabhängige Untersuchung der Betrugsvorwürfe zu gewährleisten. Die Armee nannte den Bericht "vollkommen ohne Grundlage". Weitere Mitteilung zu dem Krisengespräch machten weder Armee noch Regierung.

Die Armee hatte am Sonntagabend zu einer politischen Lösung des Konflikts aufgerufen, "ohne Zeit zu verschwenden und ohne Gewalt anzuwenden". Weiter hieß es in der Mitteilung: "Die Armee bleibt ihrer Rolle verpflichtet, die Sicherheit des Staates zu gewährleisten."

Die eskalierende Gewalt hat Sorge vor einem Eingreifen des Militärs geschürt, das in der Vergangenheit bereits häufiger geputscht hat. Das Verfassungsgericht rief am Montag zu einer verfassungskonformen Lösung der eskalierenden Krise auf.

Die vom Oppositionspolitiker Imran Khan und dem Prediger Tahirul Qadri angeführten Proteste dauern seit dem Unabhängigkeitstag am 14. August an. Sharif lehnt einen Rücktritt ab.

Khan wirft Sharif vor, die Parlamentswahl im Mai vergangenen Jahres durch Betrug gewonnen zu haben. Qadri fordert den Rücktritt der Zentral- und der Provinzregierungen. Dann soll eine Übergangsregierung das Wahlsystem reformieren und Neuwahlen ausrufen.

Die Polizei teilte mit, rund einen Kilometer von der Residenz Sharifs entfernt sei es am Montag wieder zu Zusammenstößen von rund 3000 Demonstranten mit Sicherheitskräften gekommen. Nach Krankenhausangaben wurde ein Polizist verletzt. Am Wochenende waren mindestens drei Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden, als Demonstranten versuchten, zu Sharifs Residenz vorzudringen.

Mehr als 40 000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, um das Regierungsviertel zu schützen. Die Demonstranten hatten zunächst friedlich vor dem Parlament ausgeharrt, bis Khan und Qadri sie am Wochenende dazu aufriefen, zu Sharifs Residenz vorzudringen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Minsk/Donzek (dpa) - Beflügelt durch ihre Erfolge im Kampf gegen die ukrainische Armee haben die prorussischen Separatisten beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe auf einen Sonderstatus für die Ostukraine gepocht.

01.09.2014

Das Ausscheiden der rechtsextremen NPD aus dem sächsischen Landtag hat die Debatte über die Notwendigkeit eines Parteienverbots neu entfacht. Angesichts der NPD-Stimmenverluste in Sachsen brachte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl ein Ende des laufenden NPD-Verbotsverfahrens ins Gespräch.

01.09.2014

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begründet die geplanten Waffenlieferungen in den Irak auch mit einer Bedrohung von Deutschlands Sicherheit. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) müsse aufgehalten werden, sagte Merkel am Montag vor dem Bundestag.

01.09.2014
Anzeige