Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt De Maizière warnt vor Anschlägen in Deutschland
Nachrichten Politik Deutschland/Welt De Maizière warnt vor Anschlägen in Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:17 14.11.2015
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere informiert auf einer Pressekonferenz zu den Anschlägen in Paris. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert
Anzeige
Berlin

Jetzt gilt es, zusammenzustehen in Regierung und Parlament, in der Bevölkerung und in Europa", sagte er nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und anderen Ministern zu Konsequenzen aus den Terrorattacken von Paris. "Auch Deutschland steht unverändert stark im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus."

Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen laut de Maizière mit Hochdruck möglichen Bezügen nach Deutschland nach. Er verwies auf den Fall eines 51 Jahre alten Autofahrers, der möglicherweise auf dem Weg nach Paris vor gut einer Woche in Oberbayern mit einem umfangreichen Waffen-Arsenal aufgeflogen war. Der Fall werde gerade aufgeklärt, betonte der Minister. "Es gibt einen Bezug nach Frankreich, aber es steht nicht fest, ob es einen Bezug zu diesem Anschlag gibt." Auf dem Navigationsgerät des Mannes habe man eine Adresse in Paris gefunden. Ob das auch einen Zusammenhang zu der Anschlagsserie bedeute, sei unklar.

De Maizière sagte, die französischen Behörden hätten auch den Namen eines bereits bekannten Attentäters übermittelt. Ein Abgleich mit deutschen Fahndungsdateien habe aber keinen Treffer ergeben.

Der Ressortchef erklärte, die Behörden überwachten derzeit ganz genau islamistische Gefährder in Deutschland und ihre Sympathisanten, aber auch Rechtsextremisten, die auf die Anschläge in Frankreich reagieren könnten. Die deutschen Sicherheitsbehörden hätten seit vergangener Nacht die gebotenen Maßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit ergriffen. Dazu gehörten eine verstärkte Polizeipräsenz auf Bahnhöfen und Flughäfen, eine robustere Ausstattung der Polizisten dort und verstärkte Kontrolle der Grenze zu Frankreich.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Flüchtlingskoordinator Peter Altmaier (CDU) sieht positive Entwicklungen bei der Bewältigung des Flüchtlingszustroms. Aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien und Albanien seien zuletzt deutlich weniger Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

14.11.2015

Nach dem Terrorschock von Paris suchen die mächtigsten Führer der Welt beim G20-Gipfel nach neuen Strategien. Kann es auch im Ringen um Syrien und den Flüchtlingszustrom eine Annäherung geben?

14.11.2015

Wer waren die Angreifer, wo sind ihre Komplizen und wer sind die Auftraggeber? Nach den blutigen Anschlägen in Paris mit mehr als 120 Toten zeichnen sich schwierige und langwierige Ermittlungen ab. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die offensichtlich koordinierten Angriffe von einer gut organisierten Gruppe verübt wurden. Nach dem Bekenntnis der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehen die Ermittler auch einer Spur ins Ausland nach. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Ermittlungen:

14.11.2015
Anzeige