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Der französische Präsident Hollande wird von seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping empfangen.

Der französische Präsident Hollande wird von seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping empfangen. © Rolex Dela Pena

Klima

China und Frankreich streben "ehrgeiziges" Klimaabkommen an   

Bei der anstehenden Weltklimakonferenz in Paris wollen Frankreich und China gemeinsam auf einen Erfolg hinwirken. Doch trotz der Zusicherungen beider Staaten bleiben Umweltschützer skeptisch.

Peking/Paris. Frankreich und China wollen sich gemeinsam für ein "ehrgeiziges und juristisch bindendes" Abkommen bei der Weltklimakonferenz in Paris einsetzen. Das geht aus einer Erklärung der beiden Staatsführer François Hollande und Xi Jinping nach einem Treffen in Peking hervor.

Bei der Klimakonferenz im Dezember verhandeln mehr als 190 Staaten über einen Vertrag zur Verringerung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen. Hollande und Xi bekräftigten nun das Ziel, dabei eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu erreichen.

Zudem sprachen sich die Präsidenten dafür aus, ein verbessertes Transparenzsystem in den Klimavertrag einzubauen. Beide Seiten seien unter anderem dafür, dass "alle fünf Jahre eine komplette Überprüfung der erreichten Fortschritte" stattfindet.

China unternehme große Anstrengungen, Frankreich bei der Ausrichtung der Weltklimakonferenz zu unterstützen, sagte Xi bei dem Treffen mit Hollande nach Angaben des chinesischen Staatssenders CCTV.

Greenpeace bezeichnete die Erklärung der beiden Präsidenten als einen "kleinen Schritt nach vorne". China, der weltweit größte Energieverbraucher, sei in Klimafragen zwar zu einem globalen Führer geworden. Trotzdem müsse Peking noch einmal scharf überlegen, was es in Paris zusätzlich "auf den Tisch bringen kann".

Die Regierung in Peking hatte im Juni angekündigt, ihre bisherigen Klimaziele für den Gipfel in Paris zu erhöhen. Der Ausstoß von Kohlendioxid soll demnach in China möglichst vor 2030 den Höhepunkt erreichen. 20 Prozent des Energiebedarfs sollen bis dahin aus nicht fossilen Quellen gedeckt werden. Zudem sollen die Emissionen gemessen an der Wirtschaftsleistung bis 2030 um 60 bis 65 Prozent gegenüber 2005 reduzieren werden.

Die UN hatten jedoch vergangene Woche ein Papier veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass die bisher von Staaten vorgelegten Ziele für die Klimakonferenz nicht ausreichen, um einen Temperaturanstieg von unter zwei Grad zu erreichen.

Nach den Gesprächen mit Xi trifft Hollande bei seinem zweitägigen Staatsbesuch am Dienstag Chinas Premier Li Keqiang auf einem französisch-chinesischen Wirtschaftsforum über grünes Wachstum.

dpa


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