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Regierungschef Rajoy im Gespräch mit seinem brituischen Amtskollegen Cameron. Spanien wirft dem britischen Territorium «inakzeptable» Maßnahmen vor.

Regierungschef Rajoy im Gespräch mit seinem brituischen Amtskollegen Cameron. Spanien wirft dem britischen Territorium «inakzeptable» Maßnahmen vor. © Javier Lizon/Archiv

Konflikte

Cameron und Rajoy machen Gibraltar-Streit zur Chefsache

Die eskalierenden Spannungen zwischen Spanien und Großbritannien um Gibraltar haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Der britische Premierminister David Cameron rief am Mittwoch den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy an, um seine Sorge über spanische Maßnahmen an der Grenze zum britischen Territorium im Süden der iberischen Halbinsel zu äußern, teilte die Regierung in London mit.

Madrid/London. t.

Im Kurznachrichtendienst Twitter betonte Cameron: "Ich habe unsere Sorgen bezüglich Gibraltar klar zum Ausdruck gebracht, und dass sich unsere Position in der Souveränitätsfrage nicht ändern wird."

Nach Angaben der spanischen Regierung wies Rajoy in dem zehnmütigen Gespräch Aktionen Gibraltars zur Behinderung der spanischen Fischereiflotte als "inakzeptabel" zurück. Der konservative Regierungschef habe gefordert, dass die Konflikte zwischen Madrid und London mit "Ehrlichkeit und Transparenz" beigelegt werden.

Spanien wirft dem britischen Überseegebiet vor, Ende Juli 70 Betonblöcke mit Metallstacheln in spanische Gewässer geworfen zu haben, um so ein künstliches Riff zu schaffen und die Arbeit der spanischen Fischer zu behindern. Seitdem hatten die spanischen Behörden die Grenzkontrollen verschärft und bei hochsommerlichen Temperaturen stundenlange Verzögerungen verursacht. Die Regierung des britischen Territoriums sprach unter anderem von "Folter".

Rajoy sagte Cameron, die Grenzkontrollen erfolgten im Rahmen des EU-Rechts unter anderem um Schmuggelhandel zu unterbinden. Der britische Premier entgegnete den Angaben zufolge, es gebe ein "reales Risiko", dass die Zwischenfälle zum Hindernis in den bilateralen Beziehungen werden könnten, falls sich die Situation an der Grenze nicht bessere. Beide Seiten gaben bekannt, dass die sofortige Aufnahme von Gesprächen zwischen den Außenministern beider Länder vereinbart worden sei.

dpa


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