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Deutschland/Welt Cameron fürchtet Bruch der EU
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Cameron fürchtet Bruch der EU
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14:12 18.01.2013
Entscheidet sich gegen eine Rede in Amsterdam zur EU-Politik: Großbritanniens Premier Cameron Quelle: Julien Warnand
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London

Cameron hatte sich wegen der Geiselkrise in Algerien entschieden, die Rede nicht zu halten. Unter den Geiseln auf einem Gasfeld in der Sahara sind auch britische Staatsbürger. In dem Manuskript kommt Cameron nach Darstellung britischer Medien zu dem Schluss, dass "die Kluft zwischen der EU und ihren Bürgern" dramatisch gewachsen" ist. "Der Mangel an demokratischer Verantwortlichkeit wird besonders akut in Großbritannien gespürt", zitiert die BBC aus dem Manuskript. Wenn wir diese Herausforderungen nicht angehen, dann besteht die Gefahr, dass Europa scheitern wird und das britische Volk dem Austritt entgegendriftet". Dies wolle er nicht, heißt es in dem Entwurf Camerons. Im Gegenteil: Er wolle, dass die EU erfolgreich sei.

Im Vorfeld hatte Cameron mehrfach auf das Ziel Großbritanniens hingewiesen, Zuständigkeiten aus Brüssel nach London zurückzuholen. Damit kommt er Forderungen vom rechten Flügel seiner Partei entgegen. Den Euroskeptikern in Großbritannien geht es vor allem um die Finanzmarktregulierung, wodurch sie Gefahren für die Londoner City sehen, sowie um Regulierungen beim Arbeits- und Sozialrecht sowie in der Fischerei.

Der Chef der Gruppe der Euro-Finanzminister, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, sprach sich gegen ein "Rosinenpicken" einzelner EU-Staaten aus. Er wolle, dass Großbritannien in der EU bleibe. Er werde mit Großbritannien auch die Debatte über einzelne Fragen führen, sagte Juncker. Es dürfe aber nicht der Eindruck entstehen, dass einzelne Staaten in der EU "ihr eigenes nationales Ding" machten.

Unklar ist, wann Cameron einen Ersatztermin für die Rede findet, die er am Freitag in Amsterdam halten wollte. Unklar ist auch, ob er sich in Amsterdam an das Manuskript gehalten hätte und ob er bei einem etwaigen Ersatztermin ähnliche Worte wählen wird.

dpa

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