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Neues Gesetz gefordert

CDU-Frauen wollen Quote

Mit dem Gesetz zur Frauenquote will Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und Rita Pawelski den Weg des weiblichen Geschlechts in die Chefetage ebnen.
Foto: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will durch ein Gesetz mehr Frauen in Führungspositionen etablieren.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will durch ein Gesetz mehr Frauen in Führungspositionen etablieren.

© dpa

Hannover. Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag macht Druck. In den kommenden Monaten soll eine verbindliche Frauenquote für Leitungsgremien privater Unternehmen durchgesetzt werden. Es müsse gelingen, „bis zur Sommerpause gesetzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Chancen von Frauen auf Führungspositionen auf den Weg zu bringen“, heißt es in einem Brief von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und Rita Pawelski, Vorsitzende der Frauengruppe in der Fraktion, an alle weiblichen FDP-Abgeordneten. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen entspreche nicht dem an hochqualifizierten Frauen in Deutschland, ist in dem Brief festgehalten. „Daher ist noch in dieser Legislaturperiode ein gesetzgeberisches Signal erforderlich.“

In der FDP gibt es Vorbehalte, den Frauenanteil in Aufsichtsräten oder Vorständen per Gesetz zu steigern. Am Donnerstagabend indes formierte sich in einer Sitzung der FDP-Frauen im Bundestag Widerstand gegen diese Haltung, die bisher Fraktionschef Rainer Brüderle stützt. Mit dem Brief soll nun Druck erzeugt werden, das Thema nicht weiter aufzuschieben.

Auch die Frauen in der Union kamen am Donnerstag im Kanzleramt mit Regierungschefin Angela Merkel zusammen. Merkel hob dabei ihr „Lösungsinteresse“ hervor und mahnte die Koalition, „zu einer Einigung zu kommen“. Dem Vernehmen nach hat die Union ihre interne Debatte beendet, ob eine starre oder eine flexible Frauenquote sinnvoll ist. Durchgesetzt hat sich Schröder, die die „Flexiquote“ favorisiert. Hintergrund ist, dass eine verbindliche Quote von 20 oder 30 Prozent mit der FDP nicht zu machen ist, eine flexible Regelung aber schon. „Wenn meine Flexiquote nicht kommt, wird es gar keine gesetzliche Regelung in dieser Legislaturperiode geben“, betonte die Familienministerin gestern.

[Alexander Dahl]

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