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Das Gesicht eines syrischen Flüchtlingskindes spiegelt sich in einer Scheibe. Auf der griechischen Insel Kos demonstrieren Einwohner gegen die Errichtung eines Registrierzentrums. Sie fürchten, dass ihre Haupteinnahmequelle - die Touristen - weg bleiben.

Das Gesicht eines syrischen Flüchtlingskindes spiegelt sich in einer Scheibe. Auf der griechischen Insel Kos demonstrieren Einwohner gegen die Errichtung eines Registrierzentrums. Sie fürchten, dass ihre Haupteinnahmequelle - die Touristen - weg bleiben. © Orestis Panagiotou/Archiv

Migration

Bürger von Kos setzen ihren Kampf gegen Hotspot fort

Auf der griechischen Touristeninsel Kos ist es den zweiten Tag in Folge zu Rangeleien von Demonstranten mit der Polizei gekommen. Aus Protest gegen den Bau eines Registrierzentrums für Migranten (Hotspots) zündeten Demonstranten auf der Zufahrtsstraße zum künftigen Registrierzentrum bei Pyli-Limni Reifen an und bewarfen die Polizei mit Steinen.

Athen/Kos. n. Dies bestätigte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Bereits am Vortag war es zwischen der Polizei und Hunderten Demonstranten zu Ausschreitungen gekommen.

Kos ist eines der griechischen Eilande, auf die täglich Hunderte Migranten von der wenige Kilometer entfernten türkischen Küste übersetzen. Viele Einwohner befürchten, der Flüchtlingszustrom werde ihre wichtigste Einkommensquelle, den Tourismus, ruinieren. Das sagte der Vize-Bürgermeister David Geraskalis der dpa. Aus diesem Grund fordern sie, dass die Migranten sofort zum Festland gebracht werden.

Das Registrierzentrum von Kos soll in einer alten Kaserne entstehen. Dort haben am Freitag die Bauarbeiten begonnen. "Bis nächste Woche wird es fertig sein", sagte im griechischen Fernsehen der stellvertretende Verteidigungsminister Dimitris Vitsas am Samstag.

dpa


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