Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Brennende Gebäude und ein Toter bei Krawallen in Chile
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Brennende Gebäude und ein Toter bei Krawallen in Chile
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:34 22.05.2016
Mehrere Gebäude gingen in Flammen auf. Foto: Mario Ruiz
Anzeige
Valparaíso

Am Rande einer Ansprache von Chiles Präsidentin Michelle Bachelet im Nationalkongress ist eine Demonstration außer Kontrolle geraten.

Ein Sicherheitsmann kam dabei am Samstag ums Leben. Es wurden Molotowcocktails geworfen, mehrere Gebäude in der Hafenstadt Valparaíso, wo sich der Nationalkongress befindet, gingen in Flammen auf - darunter eine Apotheke und Räumlichkeiten der Stadtverwaltung. Wie das Portal "La Tercera" berichtete, starb ein 71 Jahre alter Wachmann im Krankenhaus an den Folgen einer Rauchvergiftung.

Gewaltbereite Demonstranten hätten die Arbeit der Rettungskräfte sogar noch behindert, hieß es. Nach Angaben des Verwaltungschefs der Region Valparaíso, Gabriel Aldoney, wurden 19 Menschen festgenommen. In der gleichnamigen Hafenstadt, rund 120 Kilometer von der Hauptstadt Santiago de Chile entfernt, warb Bachelet für einen Pakt, um die Wirtschaftsleistung zu steigern. Der 21. Mai ist als "Tag der Marine" ein Feiertag in Chile.

Die Zustimmung zu der sozialdemokratisch orientierten Bachelet ist auf 30 Prozent gefallen. Vor dem Gebäude des Nationalkongresses demonstrierten soziale Bewegungen und Studenten für mehr Sozialreformen. Bachelet verurteilte die Gewalteskalation scharf, die Täter würden "die Demokratie nicht respektieren". Innenminister Jorge Burgos betonte: "Alle haben das Recht zu demonstrieren, aber diejenigen, die für diese Aktionen verantwortlich sind, werden zur Rechenschaft gezogen."

Chile setzt stark auf Freihandel mit anderen Staaten, im Gegensatz zu anderen Ländern der Region wuchs die Wirtschaft 2015 noch um über zwei Prozent. Es gibt aber Kritik an der ungleichen Reichtumsverteilung.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit Panzern im Gelände und Kampfansagen wappnet sich Venezuela gegen eine angeblich drohende Invasion. Oppositionsführer Capriles meint: Präsident Maduro sollte lieber dem Hunger den Krieg erklären.

22.05.2016

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund lehnt eine "Landarztquote" im Auswahlverfahren für das Medizinstudium ab. Das Verfahren müsse völlig unabhängig von Versorgungsgesichtspunkten sein, hieß es auf der Hauptversammlung des Marburger Bundes in Hamburg.

21.05.2016

Menschenrechte, Flüchtlingspakt, Visumfreiheit - das Treffen der Kanzlerin mit dem türkischen Staatschef Erdogan könnte heikel werden. Doch Merkel will ihrer Linie treu bleiben.

21.05.2016
Anzeige