Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Böhmermann kritisiert Merkel: "Mich Erdogan zum Tee serviert"
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Böhmermann kritisiert Merkel: "Mich Erdogan zum Tee serviert"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:28 03.05.2016
Jan Böhmermann Quelle: dpa
Anzeige
Hamburg

Am Dienstag zitierte "Zeit Online" vorab daraus. "Doch stattdessen hat sie mich filetiert, einem nervenkranken Despoten zum Tee serviert und einen deutschen Ai WeiWei aus mir gemacht", sagte der ZDF-Moderator und Grimmepreisträger, der sich bislang zum Wirbel um sein Gedicht kaum geäußert hatte.

Böhmermann las Ende März in seiner satirischen TV-Show "Neo Magazin Royale" (ZDFneo) ein Gedicht über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor, das Formulierungen enthielt, die unter die Gürtellinie zielten.

Erdogan stellte Strafantrag wegen Beleidigung. Die türkische Regierung wandte sich mit dem förmlichen Wunsch nach Strafverfolgung auf Grundlage des Paragrafen 103 im Strafgesetzbuch an die Bundesregierung. Er stellt die Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten unter Strafe. Dafür muss die Bundesregierung für die Strafverfolgung eine Ermächtigung erteilen. Das hat sie in diesem Fall getan.

Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hatte Böhmermanns Gedicht außerdem früh als "bewusst verletzend" bewertet. Später sagte sie dazu: "Das war im Rückblick betrachtet ein Fehler."

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gegen Präsident Chávez scheiterte Venezuelas Opposition mit einem Referendum. In einem neuen Anlauf versucht sie nun, dessen Nachfolger Maduro abzusetzen. Die Aussichten stehen gar nicht so schlecht.

03.05.2016

Bildung ist entscheidend für die Integration von Migranten in die Gesellschaft. Das geht aus einem umfangreichen Datenreport hervor, den das Statistische Bundesamt in Berlin vorgestellt hat.

03.05.2016

Hamburgs AfD-Fraktionsvorsitzender Jörn Kruse hält das neue Grundsatzprogramm der Bundespartei in vielen Punkten für falsch. Die Positionen etwa zum Islam, zur Familie oder zur Umwelt sind nach Ansicht des früheren Wirtschaftsprofessors teils albern, töricht oder gar peinlich.

03.05.2016
Anzeige