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Hochrechnungen laufen auf einem Bildschirm am Times Square in New York.

Wahlen

Bei US-Wahlen werden die Stimmen ausgezählt

Bei den Präsidentenwahlen in den USA hat das Herzschlagfinale begonnen: Nach Schließung der ersten Wahllokale werden die Stimmen ausgezählt.

Washington. Noch ist unklar, ob Amtsinhaber Barack Obama oder Herausforderer Mitt Romney den Sieg davonträgt.

Die Abstimmung endete um Mitternacht Mitteleuropäischer Zeit in den ersten Wahlkreisen.Bislang konnte Obama die Bundesstaaten Connecticut, Delaware, Illinois, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, New Hampshire, New Jersey, New York, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Washoington D.C. gewinnen. Romney hingegen entschied Alabama, Georgia, Indiana, Kansas, Kentucky, Louisiana, Nebraska, North Dakota, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, West Virginia und Wyoming für sich.

In den alles entscheidendenden Swing States wird allerdings noch gewählt. Umfragen sagen übereinstimmend ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Demokraten und dem Republikaner voraus. Die meisten Umfragen sehen Obama allerdings in den "Wechsel-Staaten" leicht im Vorteil.

Beide Kandidaten bereiteten sich auf eine lange Wahlnacht vor. Entscheidend ist, wie sie in den gut zehn Swing States mit ihren Wechselwählern abschneiden. Zu den wichtigsten "Wechsel-Staaten" zählen Florida, Virginia, Ohio und Colorado.

Allerdings sind Verzögerungen nicht ausgeschlossen. Wegen der erwarteten knappen Ergebnisse drohen auch Nachzählungen und juristische Klagen. Dies könnte das Ergebnis im schlimmsten Fall um Tage oder Wochen verzögern.

Der lange und erbitterte Wahlkampf wurde durch das schwache Wirtschaftswachstum und die weiterhin hohe Arbeitslosigkeit in den USA geprägt. Romney warf dem Präsidenten immer wieder vor, keine wirklichen Rezepte für den Ausweg aus der Krise zu haben.

Wie selten zuvor überzogen sich die Kontrahenten gegenseitig mit Beschuldigungen und verunglimpfender Wahlwerbung. Die Demokraten stellten den Herausforderer Romney als unbarmherzigen Multimillionär dar, der mit seinen Steuerplänen die Kluft zwischen Reich und Arm weiter vergrößern wolle. Romney rief seinen Anhängern im Wahlkampf zu, dass nur er als erfolgreicher Geschäftsmann die größte Volkswirtschaft der Erde wieder in Fahrt bringen könne.

Obama hatte nach der Begeisterung bei seiner Wahl 2008 diesmal Mühe, die eigene Basis zu mobilisieren, weil viele seiner Versprechen unerfüllt geblieben sind. Er verwies aber darauf, dass er die Wirtschaft vor dem völligen Absturz bewahrt und die verpflichtende Krankenversicherung für alle eingeführt habe. "Der Terrorchef Osama bin Laden ist tot und der Autohersteller General Motors lebt", verkündete Obamas Vize Joe Biden.

Wahlberechtigt sind nach Angaben der Webseite statisticbrain.com 206 Millionen US-Bürger, 146 Millionen hatten sich als Wähler registrieren lassen. Bei der Wahl 2008 hätten 131 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben.

dpa


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