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Zahlreiche Delegierte nehmen am Gewerkschaftstag von dbb-Tarifunion und Beamtenbund teil.

Zahlreiche Delegierte nehmen am Gewerkschaftstag von dbb-Tarifunion und Beamtenbund teil. © Maurizio Gambarini

Gewerkschaften

Beamtenbund und Tarifunion künftig vereint

Der Beamtenbund und die bislang selbstständige dbb-Tarifunion haben sich zu einer Gesamtorganisation mit mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen.

Berlin. Der Gewerkschaftstag der beiden Berufsvertretungen billigte am Montag in Berlin die seit Jahren vorbereitete Verschmelzung mit knapp 95 Prozent der Delegiertenstimmen. Ziel ist ein gemeinsames Auftreten bei immer härter werdenden Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst.

Der scheidende Beamtenbunds-Chef Peter Heesen sagte, beide Organisationen hätten Mut und Kraft bewiesen, sich neu aufzustellen. Die Fusion gilt auch als Konsequenz aus der Föderalismusreform und der Zersplitterung im Arbeitgeberlager des öffentlichen Dienstes. Ende Januar beginnen schwierige Gehaltsverhandlungen für die Tarifbeschäftigten in 15 Bundesländern - mit Ausnahme Hessens. Dies wird auch unmittelbare Auswirkungen auf die Bezüge der Landesbeamten haben.

Im vergangenen März hatten sich Gewerkschaften und die Arbeitgeber von Bund und Kommunen auf Gehaltsverbesserungen im Umfang von 6,1 Prozent verständigt. Das Tarifergebnis wurde auf die Bundes- und Kommunalbeamten übertragen.

In der dbb-Tarifunion sind neben Angestellten aus Bund, Ländern und Kommunen Beschäftigte der Bahn sowie aus den ehemaligen Staatsunternehmen Post und Telekom organisiert. Nach der Fusion will sich der Beamtenbund in seiner geänderten Satzung klar "zum Arbeitskampfrecht der Tarifbeschäftigten" bekennen und selbst auch als Tarifpartei auftreten.

Für die Nachfolge Heesens, der den Beamtenbund seit 2003 führte, gab es zwei Bewerber. Zum einen der Jurist und Gewerkschaftsfunktionär Klaus M. Dauderstädt, seit 2003 einer der fünf Stellvertreter in der dbb-Bundesleitung. Dauderstädt, der auf dem Gewerkschaftstag 64 Jahre alt wird, ist kein Beamter - was für den ersten Mann an der Spitze der Organisation ein Novum wäre.

Als zweiter Bewerber trat Rolf Habermann (58) an, seit 2002 Landesvorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes. Der 58-jährige frühere Hauptschulrektor aus Oberfranken beruft sich auch auf die Unterstützung der Lehrer im Beamtenbund.

dpa


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