Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Ban Ki Moon bezeichnet Aushungern als Kriegsverbrechen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Ban Ki Moon bezeichnet Aushungern als Kriegsverbrechen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 14.01.2016
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das vorsätzliche Aushungern von Menschen in den belagerten Städten Syriens als Kriegsverbrechen bezeichnet. Quelle: Justin Lane
Anzeige
New York

k.

"Das Aushungern (von Menschen) als Kriegswaffe zu benutzen, ist ein Kriegsverbrechen", stellte Ban klar. "Alle Parteien - einschließlich der syrischen Regierung, die als erstes für den Schutz der Syrer verantwortlich ist - praktiziert diese und andere Gräueltaten, die nach dem humanitären Völkerrecht untersagt sind." Ban forderte die internationale Gemeinschaft auf, Druck auf die Kieg führenden Parteien auszuüben, damit sie ungehinderten Zugang für Hilfslieferungen gewähren.

Rund 400 000 Menschen leben nach den Worten von Ban in belagerten Orten; davon rund die Hälfte in Gebieten unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und weitere 180 000 Menschen in Gebieten, die von der syrischen Regierung und ihren Verbündeten kontrolliert werden. Die UN-Organisationen könnten nur ein Prozent der Menschen in belagerten Gebieten mit Lebensmitteln versorgen.

In der vom syrischen Regime belagerten Stadt Madaja trafen derweil am Donnerstag weitere Hilfslieferungen für die hungernden Menschen ein. Außerdem sollen die nordsyrischen Orte Kefraja und Fua Lieferungen erhalten, die seit April von Rebellen belagert werden, wie das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) mitteilte.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Landrat aus Bayern lässt Flüchtlinge mit einem Bus zum Kanzleramt fahren. Die Menschen seien kaum noch unterzubringen, klagt er. Die Regierung äußert Verständnis, verweist jedoch auf die Arbeitsteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen.

14.01.2016

Nach der Schreckensnacht von Köln stellt sich NRW-Ministerpräsidentin Kraft hinter ihren Innenminister. Der entschuldigt sich bei den Opfern für die Fehler der Kölner Polizeiführung. Ein Karnevalsumzug am Niederhein wird abgesagt.

14.01.2016

Ein kleines faltbares Papierdokument soll die große Besserung bringen: Der neue Flüchtlingsausweis soll helfen, das Chaos bei der Registrierung von Asylbewerbern zu ordnen. Die Regierung treibt das Vorhaben im Eiltempo voran. Die Opposition hat Zweifel.

14.01.2016
Anzeige