Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt BKA-Chef Münch warnt vor neuem rechten Terror
Nachrichten Politik Deutschland/Welt BKA-Chef Münch warnt vor neuem rechten Terror
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:23 11.03.2016
BKA-Chef Holger Münch. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Es gebe das Risiko, dass sich von ausländerfeindlichen Protestbewegungen zu allem entschlossene Gruppen abspalten, sagte BKA-Präsident Holger Münch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, zu dem die Neue Presse gehört. "Daraus könnten sich Strukturen bis hin zum Terrorismus bilden und verfestigen."

BKA-Chef warnt vor Bürgerwehren

Offensichtlich bringe die Flüchtlingsdebatte bislang unbescholtene Menschen dazu, dass sie ihren Unmut durch teils schwere Straftaten äußerten. Münch verwies darauf, dass rund 80 Prozent der nach Straftaten gegen Asylunterkünfte ermittelten Täter bis dahin noch nicht durch politisch motivierte Kriminalität aufgefallen seien. "Über die Hälfte dieser Täter war polizeilich sogar völlig unauffällig."

Zugleich warnte der BKA-Präsident vor der Tendenz zur Bildung von sogenannten Bürgerwehren. Wer sich Bürgerwehren anschließe, laufe Gefahr, sich politisch missbrauchen zu lassen und an falsche Verbündete zu geraten.

Münch appelliert an die Bevölkerung

Aber richtig sei auch: "Offenbar fühlen sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr sicher. Das müssen wir ernst nehmen und darauf reagieren." Die Bevölkerung dürfe von der Polizei erwarten, dass sie für ihre Sicherheit sorge.

Münch appellierte in diesem Zusammenhang auch an die Mitwirkung der Bürger: "Straftaten melden, Anzeige erstatten, als Zeuge zur Verfügung stehen und immer, wenn erforderlich, den Notruf nutzen."

Dieter Wonka und Udo Röbel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Lula hinter Gittern? In Brasilien sorgen derzeit beispiellose Korruptionsermittlungen für Aufruhr - in den Fokus gerät immer mehr der frühere Präsident. Es droht der bittere Sturz eines linken Stars.

11.03.2016

In Bautzen brennt ein geplantes Flüchtlingsheim. Davor Fremdenfeinde, die sich offen darüber freuen. Für Bundespräsident Gauck ein Anlass, in der sächsischen Stadt über Demokratie zu reden. Am Rande kommt es wieder zu unschönen Szenen.

11.03.2016

In der nächsten Woche jährt sich der Beginn des Aufstands in Syrien zum fünften Mal. Zugleich sollen die Friedensgespräche weitergehen. UN-Vermittler de Mistura hält an seinem ehrgeizigen Plan fest.

11.03.2016
Anzeige