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Gabriel traf sich am Mittwochmorgen mit dem ugandischen Staatsminister für Flüchtlingsangelegenheiten, Ecweru Musa Francis.

Gabriel traf sich am Mittwochmorgen mit dem ugandischen Staatsminister für Flüchtlingsangelegenheiten, Ecweru Musa Francis.
© imago stock&people

Flüchtlingspolitik

Außenminister Gabriel in Uganda und Südsudan

Sigmar Gabriel ist am Dienstagabend zu einer zweitägigen Afrika-Reise aufgebrochen. Im Mittelpunkt des Besuchs in den zentralafrikanischen Staaten Uganda und Südsudan steht die Flüchtlingspolitik.

Kampala. Während die Zahlen geflüchteter Menschen in Europa zuletzt deutlich gesunken waren, bleibt der afrikanische Kontinent aufgrund vieler Konflikte Brennpunkt für grenzüberschreitende sowie Binnenmigration. Außenminister Sigmar Gabriel legte auf diese Situation den Fokus seiner zweitägigen Afrika-Reise: „Wenn wir uns in Deutschland mit dem Thema Flucht und Migration aus Afrika beschäftigen, reicht unser Blick oft nur bis zum Mittelmeer. Wir vergessen dabei, dass die meisten Flüchtlinge aus Afrika den Kontinent nicht verlassen, sondern Aufnahme in afrikanischen Nachbarländern finden.“

Bereits am Dienstagabend war Gabriel zum Außenminister-Besuch nach Uganda aufgebrochen. Am Mittwoch besuchte er in Uganda die Flüchtlingssiedlung Rhino nahe der südsudanesischen Grenze, in der mehr als 90 000 Menschen überwiegend aus dem von Hunger und Bürgerkrieg schwer erschütterten Südsudan leben. Uganda hat insgesamt fast eine Million Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen und damit so viele wie kein anderes Land. Der zentralafrikanische Staat gilt als vorbildlich bei der Integration von Flüchtlingen.

Gabriel lobt Rolle Ugandas in der Flüchtlingspolitik

In der Hauptstadt Kampala wird Gabriel unter anderem mit Präsident Yoweri Kaguta Museveni sprechen. Vor seiner Abreise würdigte der Vizekanzler die Flüchtlingspolitik Ugandas. „Das Land will bewusst keine Flüchtlingslager, sondern setzt auf die Integration in die Bevölkerung“, sagte er.

Am Donnerstag wird der Außenminister in den Südsudan weiterreisen. Dort war 2013 ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir vom Volk der Dinka und den Unterstützern des früheren Vizepräsidenten Riek Machar vom Volk der Nuer ausgebrochen. Seitdem sind knapp vier Millionen Menschen geflohen. Rund sechs Millionen Südsudanesen leiden Hunger - etwa die Hälfte der Bevölkerung des seit 2011 unabhängigen Lands.

Bürgerkrieg im Südsudan belastet belastet auch die Nachbarländer

„Der Konflikt, der die südsudanesische Bevölkerung zur Flucht zwingt, muss ein Ende haben“, sagte Gabriel. „Humanitäre Organisationen brauchen sicheren Zugang zu betroffenen Menschen. Die Gewalt muss endlich aufhören.“

Gabriel wird auf seiner Reise von Bundestagsabgeordneten und dem Sänger der Rockgruppe BAP, Wolfgang Niedecken, begleitet. Niedecken engagiert sich seit Jahren für Projekte in Afrika und hat dort vor allem ehemaligen Kindersoldaten geholfen.

BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken begleitete Außenminister Sigmar Gabriel

BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken begleitete Außenminister Sigmar Gabriel.

Quelle: imago/photothek

Für Gabriel ist es bereits die vierte Afrika-Reise seit seinem Amtsantritt vor gut einem halben Jahr. Er war bereits in Mali, Somalia und Libyen - alles Länder die von Gewalt und Bürgerkrieg erschüttert werden.

Von RND/krö/dpa

Kampala

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