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GRIECHENLAND

Ausschreitungen in Athen

Bei Protesten gegen die Spar- und Reformpläne für Griechenland hat es vor dem Parlament in Athen am Mittwochabend Ausschreitungen gegeben. Am Rande einer Demonstration von rund 12.500 Menschen auf dem Syntagma-Platz warfen junge vermummte Demonstranten Steine und Brandbomben auf die Polizei, die ihrerseits Tränengas einsetzte.

Athen. Im Parlament sollte am späten Abend über die Bedingungen für ein drittes Hilfsprogramm abgestimmt werden, die Ministerpräsident Alexis Tsipras am Wochenende mit den internationalen Geldgebern ausgehandelt hatte. "Nein zu Privatisierungen, rettet die Häfen, die (staatliche Elektrizitätsgesellschaft) DEI, die Krankenhäuser", stand auf einem Transparent vor dem Parlament.

"Annulliert das Memorandum, streicht die Schulden", forderte die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes, Adedy, die mit zu den Protesten aufgerufen hatte. Viele Griechen lehnen die harten Reform- und Sparauflagen ab, denen Tsipras im Gegenzug für weitere Milliardenhilfen für die kommenden drei Jahre zustimmen musste.

Etliche Abgeordnete seiner Syriza-Partei wollten gegen die Auflagen stimmen. "Ich bin hier, weil die Regierung unser Votum vom 5. Juli nicht respektiert hat, und auch nicht, was wir seit fünf Jahren durchmachen. Ich habe studiert und finde keine Arbeit, nur hier und da ein paar Stunden, schlecht bezahlt", sagte die 28-jährige Heleni mit Blick auf das Referendum, in dem sich eine klare Mehrheit der Griechen gegen weitere Sparprogramme ausgesprochen hatte.

"Wir haben kein Geld mehr, Millionen von Arbeitslosen, wir können ein drittes Programm nicht mehr aushalten", sagte Maria Dimitri, die im Protestzug der Kommunistischen Partei KKE mitlief.


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