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Der konservative Premierminister Bill English und Labour-Chefin Jacinda Ardern buhlen um die Gunst einer nationalistischen Partei.

Der konservative Premierminister Bill English und Labour-Chefin Jacinda Ardern buhlen um die Gunst einer nationalistischen Partei.
© AP

Neuseeland

Ausgang der Parlamentswahl knapper als erwartet

Die Parlamentswahl in Neuseeland ist enger ausgegangen als zunächst gedacht. Zwei Wochen nach der Abstimmung wurden am Samstag die letzten Ergebnisse bekannt gegeben. Sieger bleibt die konservative National Party vor der sozialdemokratischen Labour-Party. Königsmacher wird die nationalistische Partei New Zealand First.

Wellington. Nach den letzten Ergebnissen lag die National Party von Premierminister Bill English mit 44 Prozent der Stimmen vor der sozialdemokratischen Labour Party und den Grünen, die zusammen auf 43 Prozent kamen. Wer künftig regiert, entscheidet nun wohl die nationalistische Partei New Zealand First, die sieben Prozent der Stimmen gewann.

Der Konservative English sagte, die Wähler hätten sich mehrheitlich für seine Partei ausgesprochen. Er freue sich auf Verhandlungen mit New Zealand First, mit der er eine stabile Regierung bilden wolle. Labour-Chefin Jacinda Ardern sagte dagegen, das Endergebnis habe den Auftrag für einen Wechsel gestärkt.

Im Parlament mit seinen 120 Sitzen kommt die National Party auf 56 Sitze, Labour auf 46 und New Zealand First auf neun Sitze. Die Grünen ziehen mit acht Abgeordneten ins Parlament ein. Nach den ersten Ergebnissen hatte English noch mit zwei Mandaten mehr rechnen können. Diese wurden jetzt Labour und den Grünen zugeschlagen.

New Zealand First hat noch nicht zu erkennen gegeben, mit wem die Partei koalieren könnte. Sie hat bereits mit beiden großen Blöcken zusammengearbeitet. Ihr Chef Winston Peters fordert eine drastische Einwanderungsbeschränkung und will Ausländer vom Kauf neuseeländischer Farmen abhalten. Er lehnt Englishs Plan für ein höheres Renteneintrittsalter ebenso ab, wie Labours Idee, bestimmte Wassernutzer stärker zu besteuern.

Von RND/AP


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