Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Auschwitz-Schriftzug wieder da – Diebe keine Neonazis
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Auschwitz-Schriftzug wieder da – Diebe keine Neonazis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:05 21.12.2009
Wieder da: Auschwitz-Schriftzug Quelle: afp

Nach Angaben des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau vom Montag hatte die Polizei mitgeteilt, dass der Schriftzug in drei Teile auseinandergetrennt worden sei. Die Nachbildung des Schriftzuges, der gegenwärtig über dem Eingang platziert sei, werde dort noch belassen, bis das Original wieder zusammengesetzt und die neuen Sicherheitsmaßnahmen um die Gedenkstätte ausgearbeitet seien.

Das Schild war in der Nacht zum vergangenen Freitag gestohlen worden. Noch am selben Tag war eine Kopie der Originalinschrift über dem Eingangstor angebracht. Die Täter waren nach Angaben der Polizei vermutlich zwischen 3.00 und 5.00 Uhr durch eine Lücke in der Mauer auf das Museumsgelände eingedrungen.

Das Gelände ist mit Überwachungskameras ausgestattet. Die Nachtaufnahmen des Diebstahls sind polnischen Medienberichten zufolge für eine Auswertung allerdings unbrauchbar. Auch das Eingangstor werde von Kameras gefilmt, aber die Bilder seien nur live im Internet zu sehen und würden nicht aufgezeichnet.

Zum Konzentrationslager (KZ) Auschwitz (Oswiecim) zählten das Stammlager Auschwitz I, das benachbarte Vernichtungslager Auschwitz-II-Birkenau (Brzezinka) und das KZ Auschwitz III Monowitz (Monowice), ein Arbeitslager mit Zwangsarbeitern für die frühere Chemiefabrik IG Farben. In Birkenau, dem größten deutschen Vernichtungslager der Nazis, wurden schätzungsweise 1,1 Millionen Menschen ermordet, mehrheitlich Juden. Das KZ Auschwitz steht deswegen wie kein anderer Ort für die Schrecken des Holocaust. Der Schriftzug „Arbeit macht frei“ war am Eingang zum Stammlager angebracht. ddp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Gerangel zwischen Bund und Ländern um das Steuerpaket der schwarz-gelben Koalition hat der Union in der Wählergunst geschadet. In einer am Montag veröffentlichten Forsa-Umfrage für den „Stern“ und den Sender RTL verloren CDU/CSU im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte und erreichten 35 Prozent.

21.12.2009

Der früherer Agrarminister Karl-Heinz Funke ist über einen 8000-Euro-Zuschuss für seine Silberhochzeit gestolpert. Es ist das unrühmliche Ende einer Politikerkarriere.

Klaus Wallbaum 21.12.2009

Der Prozess gegen den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher Demjanjuk wird heute vor dem Münchner Landgericht mit der Vernehmung weiterer Zeugen fortgesetzt.

21.12.2009