Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Augsburgs Affären-Bischof tritt zurück
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Augsburgs Affären-Bischof tritt zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:43 21.04.2010
Anzeige

AUGSBURG. Der Bischof Walter Mixa hat nach Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ seinen Rücktritt eingereicht. Er habe am Mittwochabend in einem Brief an Papst Benedikt XVI. seinen Rückzug vom Amt des Bischofs von Augsburg als auch vom Amt des Militärbischofs der Bundeswehr angeboten.

Der Schritt folgt nach tagelangen Diskussionen um Misshandlungen von Heimkindern, die Mixa zunächst geleugnet und dann eingestanden hatte. Die Zeitung beruft sich mit ihrem Bericht auf vertrauenswürdige Personen aus dem Augsburger Bistum. Eine Bestätigung konnte die dpa zunächst nicht bekommen. In der Regel wird ein solches Rücktrittsgesuch von der Kirchenführung angenommen.

Nach Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ begründete Mixa seinen Rücktritt mit einer übergeordneten Verantwortung für sein Bistum. Die öffentlichen Diskussionen um seine Person hätten Priester und Gläubige schwer belastet. Er wolle nun den Weg für einen Neuanfang freimachen. „Alle, zu denen ich ungerecht gewesen sein mag, und alle, denen ich Kummer bereitet habe, bitte ich heute noch einmal um Verzeihung“, zitierte die Zeitung den Bischof. Er wolle an der Aufklärung aller gegen ihn erhobenen Vorwürfe mitwirken.

Mixa hat inzwischen eingestanden, Heimkinder in seiner früheren Zeit als Stadtpfarrer geschlagen zu haben, nachdem er zunächst jede Gewalt gegenüber Kindern „reinen Herzens“ bestritten hatte. Vorwürfe, er habe als Stadtpfarrer von Schrobenhausen nennenswerte Geldbeträge zum Schaden einer Waisenhausstiftung zweckentfremdet, werden derzeit von einem Sonderermittler und einer Münchner Anwaltskanzlei geprüft. Es geht um überteuerte Kunstwerke und Teppiche, Wein, Möbel, Mixas Bischofsring und ungeklärte Zahlungen, die in Verantwortung von Mixa aus dem Stiftungsvermögen widerrechtlich bezahlt worden sein sollen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

NATO-Kommandeur Stanley McChrystal verteilte bei seinem Besuch in Berlin warme Worte. Er lobte den Einsatz der Bundeswehr und würdigte die Opferbereitschaft der deutschen Soldaten. Dann aber sprach er Klartext: 2010 werde ein kritisches Jahr für die Truppen in Afghanistan.

21.04.2010

Die Luftfahrtbranche hat von der Politik einen finanziellen Ausgleich für den Milliardenschaden durch die von der Vulkanasche-Wolke verursachten Flugverbote gefordert. Durch die Sperrung der Lufträume sei der Branche in den vergangenen Tagen ein Schaden von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro entstanden, erklärte der Branchenverband IATA am Mittwoch in Berlin.

21.04.2010

Die 20 Millionen Rentner in Deutschland müssen sich erneut mit einer Nullrunde zufrieden geben. Das beschloss die Regierung am Mittwoch. Ohne die noch von der großen Koalition verabschiedete Rentengarantie wären die Altersbezüge in diesem Jahr sogar gesunken.

21.04.2010
Anzeige