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Ab Oktober werden die bisher um 30 Prozent verminderten Steuersätze auf den Urlaubsinseln Mykonos, Santorin, Rhodos, Naxos, Paros und Skiathos auf die sonst geltenden 23 Prozent erhöht. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

Ab Oktober werden die bisher um 30 Prozent verminderten Steuersätze auf den Urlaubsinseln Mykonos, Santorin, Rhodos, Naxos, Paros und Skiathos auf die sonst geltenden 23 Prozent erhöht. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

Finanzen

Athen streicht Steuerprivilegien auf Inseln

Der Urlaub in der Ägäis dürfte teurer werden. Die griechische Regierung nähert die Mehrwertsteuersätze auf sechs Ferieninseln dem landesweiten Niveau an. Auch auf die Bauern kommen harte Zeiten zu.

Athen. Griechenland hebt in Erfüllung der Sparzusagen an die internationalen Geldgeber Steuerprivilegien auf mehreren Inseln in der Ägäis auf.

Ab 1. Oktober würden die bisher um 30 Prozent verminderten Steuersätze auf den Urlaubsinseln Mykonos, Santorin, Rhodos, Naxos, Paros und Skiathos auf die sonst geltenden 23 Prozent erhöht, teilte das Finanzministerium mit.

Nur in wenigen Ausnahmen wie etwa bei Büchern oder Medikamenten sollen weiter verminderte Steuersätze von 6 und 13 Prozent gelten. Ab Juni 2016 und Januar 2017 soll diese Besteuerung auch auf weiteren Inseln gelten.

Hart dürfte die Finanzreform für die Landwirte werden: Für sie soll sich der Steuersatz in Stufen bis 2017 von heute 13 Prozent auf 26 Prozent erhöhen. Zudem ist geplant, Diesel für landwirtschaftliche Maschinen höher zu besteuern. Heute zahlen Bauern 66 Euro Steuern pro Tonne Diesel; bis 1. Oktober 2016 soll der Satz auf etwa 200 Euro pro Tonne steigen. Diese Maßnahmen sollen jedoch erst Anfang Oktober endgültig entschieden werden. Die Bauernverbände haben für diesen Fall schon große Protestaktionen angekündigt.

Der inzwischen bei vorgezogenen Wahlen im September im Amt bestätigte Regierungschef Alexis Tsipras hatte im Juli Spar- und Reformauflagen der Geldgeber zugestimmt und dafür eine Mehrheit im Parlament in Athen erhalten. Im Gegenzug soll das von der Staatspleite bedrohte Land Hilfen im Umfang von 86 Milliarden Euro erhalten.

dpa


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