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Chinas Präsident Xi Jinping (r.) und Barack Obama waren erst vor wenigen Tagen beim G20-Gipfel aufeinandergetroffen. Foto: Kayhan Ozer

Chinas Präsident Xi Jinping (r.) und Barack Obama waren erst vor wenigen Tagen beim G20-Gipfel aufeinandergetroffen. Foto: Kayhan Ozer

International

Asean-Gipfel beginnt mit Gedenken an Terror-Opfer

Sie wollen den freien Handel feiern, können aber nur geschützt von schwer bewaffneten Soldaten tagen: die Terrorbedrohung macht auch vor dem Südostasiengipfel in Malaysia nicht Halt.

Kuala Lumpur. Überschatten von den jüngsten Anschlägen und Terrordrohungen vor Ort hat am Samstag in Malaysia das Gipfeltreffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) begonnen.

Die Gastgeber hatten nach unspezifischen Terrordrohungen 2000 zusätzliche Soldaten in der Hauptstadt Kuala Lumpur stationiert. Sie schützten nicht nur die zehn Asean-Staats- und Regierungschefs, sondern auch acht weitere Gäste, darunter US-Präsident Barack Obama und den chinesische Premierminister Li Kequiang.

"Die jüngsten Ereignisse haben einen Schatten über uns alle geworfen", sagte der Gastgeber, Ministerpräsident Najib Razak, im Gedenken an die Terror-Opfer der vergangenen Tage. "Niemand in dieser Halle kann durch die widerliche Missachtung menschlichen Lebens nicht schockiert und erschüttert sein." Er erwähnte dabei die Attentate von Beirut und Paris, den Absturz des russischen Flugzeugs über dem Sinai sowie den Überfall auf ein Luxushotel im westafrikanischen Mali. Dort nahmen Terroristen am Freitag 170 Geiseln, darunter vier Deutsche. Die Sicherheitskräfte stürmten das Hotel, es gab viele Tote. Die genaue Opferzahl war auch am Samstag noch unklar.

Obama verurteilte den Anschlag. "Die Grausamkeit festigt nur unsere Entschlossenheit, diese Herausforderung anzunehmen", sagte Obama am Rande des Gipfels bei einer Unternehmerkonferenz. "Wir stehen an der Seite der Menschen in Mali, die ihr Land von Terroristen säubern und die Demokratie stärken wollen", sagte er. "Wir werden es nicht zulassen, dass diese Mörder Zufluchtsorte finden."

Die Asean-Mitglieder wollten die Vollendung ihres gemeinsamen Binnenmarktes zum Ende dieses Jahres feiern. Die Zölle sind zwar praktisch abgeschafft, aber der Handel wird weiter etwa durch unterschiedliche Standards und Regularien behindert. Die Harmonisierung dürfte Monate dauern.

dpa


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