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83-jährige Präsidentin der Menschenrechtsorganisation «Großmütter der Plaza de Mayo», Estela Carlotto, hat ihren Enkel nach 40 Jahren gefunden.

83-jährige Präsidentin der Menschenrechtsorganisation «Großmütter der Plaza de Mayo», Estela Carlotto, hat ihren Enkel nach 40 Jahren gefunden. © Florencia Downes

Menschenrechte

Argentinien: Enkel fast 40 Jahre nach Babyraub gefunden

Die Vorsitzende der "Abuelas de Plaza de Mayo" hat in Argentinien ihren von Militärs geraubten Enkel gefunden. Der heute 36-jährige Mann wurde durch einen Gentest als Sohn der 1977 von Militärs verschleppten Tochter von Estela Carlotto identifiziert.

Buenos Aires. t. "Ich wollte nicht sterben, ohne ihn umarmt zu haben" erklärte die 83-jährige Präsidentin der Menschenrechtsorganisation "Abuelas de Plaza de Mayo" ("Großmütter der Plaza de Mayo") am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires.

Der Mann habe sich vor einem Monat freiwillig dem Gentest unterzogen, weil er Zweifel über seine Herkunft hegte. Die Tochter Carlottos wurde 1978 von Militärs in Gefangenschaft in La Plata, 60 Kilometer südlich von Buenos Aires, getötet.

Bislang haben 114 Menschen Jahre später erfahren, dass ihre richtigen Eltern während der Diktatur (1976-83) verschleppt oder ermordet worden waren. Die "Großmütter der Plaza de Mayo" suchen seit 1977 nach ihren verlorenen Enkelkindern. Rund 500 Kinder von Verschleppten sollen von den Militärs illegal an Pflegeeltern abgegeben worden sein.

dpa


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