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Insolvenzantrag

Arcandor gibt auf - Sorge in Hannover

Arcandor hat seine Rettungsbemühungen aufgegeben und einen Insolvenzantrag gestellt. Der Konzern hat beim Amtsgericht Essen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit eingereicht. Die Stimmung bei den Karstadt-Beschäftigten ist auf dem Tiefpunkt.

Angst bei Karstadt in Hannover.

© ddp

Essen. Denn auch für die Töchter Karstadt Warenhaus GmbH, die Primondo GmbH und die Quelle GmbH seien entsprechende Anträge gestellt worden. Vom Insolvenzverfahren unberührt bleiben würden das Touristik-Unternehmen Thomas Cook Group plc, an dem Arcandor die Mehrheit hält, der Spezialversender Primondo-Specialty Group GmbH mit seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie der Homeshopping-Sender HSE24.

Die Stimmung bei den Karstadt-Mitarbeitern in Hannover ist gedrückt. Öffentlich will sich keiner äußern - die Geschäftsführung hat einen Maulkorb verhängt. Informationen über ihre Zukunft erreichen die Mitarbeiter über das Intranet - der Betriebsrat wollte sich deshalb um eine Betriebsversammlung bemühen.

Der Arcandor-Vorstand hatte seit Montagabend ausgelotet, ob er einen neuen Antrag auf eine staatliche Rettungsbeihilfe stellt. Die Bundesregierung hatte den Konzern aufgefordert, die Großaktionäre Schickedanz und Sal. Oppenheim sowie die Banken stärker an einer möglichen Rettung zu beteiligen.

Einen ersten Antrag auf eine Rettungsbürgschaft in Höhe von 437 Millionen Euro wie auch die Bitte um Staatsbürgschaften über 650 Millionen Euro aus dem Deutschlandfonds hatte der Bund am Montag abgelehnt.


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