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Die Angeklagte Beate Zschäpe zwischen ihren Anwälten Mathias Grasel (r), Wolfgang Stahl (3.v.l. und Wolfgang Herr (2.v.l.) im Gerichtssaal des Oberlandesgerichtes in München.

Die Angeklagte Beate Zschäpe zwischen ihren Anwälten Mathias Grasel (r), Wolfgang Stahl (3.v.l. und Wolfgang Herr (2.v.l.) im Gerichtssaal des Oberlandesgerichtes in München. © Peter Kneffel

Prozesse

Anzeichen für absehbares Ende des NSU-Prozesses mehren sich

Heute geht der NSU-Prozess weiter. Zeugen sind nicht geladen. Das Gericht will Dokumente als Beweis einführen - Routinearbeit, die Prozessbeteiligte als Anzeichen für ein bevorstehende Ende sehen.

München. Im NSU-Prozess will das Oberlandesgericht München heute keine neuen Zeugen vernehmen. Prozessbeteiligte erwarten, dass das Gericht stattdessen weitere Dokumente als Beweismittel einbringen und sie zu diesem Zweck verlesen will.

Aus Kreisen der Justiz war zu hören, dass sich das Gericht auf ein Ende der Beweisaufnahme vorbereite und darauf konzentriere, letzte fehlende Elemente in der Beweiskette zusammenzufügen. Erneut hieß es, das Urteil gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte könne Anfang 2017 fallen. Allerdings stehen noch Beweisanträge sowie die Vernehmung bereits geladener Zeugen aus.

Zschäpe war nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft eines von drei Mitgliedern des "Nationalsozialistischen Untergrunds". Ihre beiden mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen aus überwiegend rassistischen Motiven zehn Menschen erschossen und zwei Sprengstoffanschläge verübt haben. Zschäpe ist die einzige Überlebende des NSU-Trios und wegen Mittäterschaft angeklagt. Den vier Mitangeklagten wirft die Anklage Beihilfe vor.

dpa


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