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Unruhen

Anspannung in Bahrain - USA machen Druck

Auf den Straßen in Bahrain ist es ruhiger geworden: Der Konflikt zwischen der mehrheitlich schiitischen Opposition und dem sunnitischen Herrscherhaus unter König Hamad bin Issa al-Chalifa hat sich zurück auf die politische Ebene verlagert. Unterdessen protestierten irakische Schiiten gegen den Saudi-Einmarsch in Bahrain.
Mehrere hundert schiitische Iraker haben am Donnerstag in der südlichen Stadt Kerbela gegen die Intervention saudischer und anderer Golfstaaten-Truppen in Bahrain demonstriert.

Mehrere hundert schiitische Iraker haben am Donnerstag in der südlichen Stadt Kerbela gegen die Intervention saudischer und anderer Golfstaaten-Truppen in Bahrain demonstriert.

© dpa

Auf den Straßen des arabischen Königreichs Bahrain hat sich die Lage etwas entspannt, nachdem Polizei und Sicherheitskräfte einen Dauerprotest von Demonstranten mit Gewalt beendet hatten. Über der Hauptstadt Manama kreisten am Donnerstag immer noch zahlreiche Hubschrauber. Viele Straßen blieben gesperrt. Der Konflikt zwischen der mehrheitlich schiitischen Opposition und dem sunnitischen Herrscherhaus unter König Hamad bin Issa al-Chalifa verlagerte sich derweil zurück auf die politische Ebene, nachdem mehrere Politiker aus Protest gegen die neue Welle der Gewalt ihren Rücktritt erklärt hatten.

Die USA, für die Bahrain wegen ihres Marinestützpunktes in Manama ein strategischer Partner ist, hatten am Mittwoch ihre Kritik am Vorgehen der Regierung verstärkt. Diese hatte Anfang der Woche Hilfstruppen aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Land geholt, um die Proteste zu beenden. Arabische Medien berichteten, US-Präsident Barack Obama habe am Mittwochabend mit König Abdullah von Saudi-Arabien am Telefon über die Lage in Bahrain gesprochen. Die bahrainische Opposition hatte am Mittwochabend einen sofortigen Abzug dieser „Besatzungstruppen“ gefordert.

Irakische Schiiten protestieren gegen Saudi-Einmarsch in Bahrain

Mehrere hundert schiitische Iraker haben am Donnerstag in der südlichen Stadt Kerbela gegen die Intervention saudischer und anderer Golfstaaten-Truppen in Bahrain demonstriert. Sie riefen Parolen wie „Stoppt den Massenmord am bahrainischen Volk!“ und „Nein zur saudischen Einmischung in Bahrain!“, berichtete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. Zu der Kundgebung hatte der schiitische Großajatollah Mohammed Taki al-Mudarrisi aufgerufen.

Kerbela, 100 Kilometer südlich von Bagdad, ist wegen seiner Wallfahrtsorte eine den Schiiten im Irak heilige Stadt. Diese bilden etwa 60 Prozent der Bevölkerung des Landes. In Bahrain sind etwa 70 Prozent der Bevölkerung Schiiten. Sie sind die Hauptkraft der zuletzt unterdrückten Proteste gegen das sunnitische Herrscherhaus und die sunnitische Regierung. Vor zwei Tagen war ein Militärkontingent der Golfstaaten dem bedrängten Regime zur Hilfe geeilt und in Bahrain einmarschiert.

dpa


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