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Binnen 24 Stunden wurden nach israelischen Angaben im Gazastreifen 65 Ziele bombardiert. Foto: Mohammed Saber

Binnen 24 Stunden wurden nach israelischen Angaben im Gazastreifen 65 Ziele bombardiert. Foto: Mohammed Saber

Konflikte

Angriffe im Gaza-Krieg dauern an

Trotz Berichten über eine mögliche neue Waffenruhe dauern die gegenseitigen Angriffe Israels und der im Gazastreifen herrschende Hamas an. Bei israelischen Luftangriffen auf die Küstenenklave wurden am Montag nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sechs Menschen getötet.

Tel Aviv/Gaza. t. Seit Mitternacht seien 30 Ziele im Gazastreifen angegriffen worden, teilte eine Armeesprecherin in Tel Aviv mit. Militante Palästinenser hätten in dem Zeitraum rund 60 Raketen auf Israel abgefeuert.

Auch im Großraum Tel Aviv heulten am Montagmorgen zweimal die Warnsirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Nach Angaben der Armee handelte es sich aber um einen Fehlalarm. Am Sonntagabend zerstörte die Luftwaffe nach Armeeangaben eine Abschussrampe, von der aus eine Rakete auf Jerusalem abgefeuert worden sei.

Israelische Medien berichteten über eine mögliche neue Waffenruhe mit den militanten Palästinensergruppen. Dafür gab es jedoch keine offizielle Bestätigung. Die israelische Nachrichtenseite "Walla" berichtete am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise, Kairo könnte noch am Abend eine mindestens einmonatige Feuerpause ausrufen. Ägypten vermittelt in dem Konflikt.

In einem ersten Schritt könnte Ägypten dem Bericht zufolge den Rafah-Grenzübergang zum Gazastreifen für den Personenverkehr öffnen. Im Gegenzug für einen Stopp der Angriffe aus dem Gazastreifen mit Raketen und Mörsergranaten würde Israel dann schrittweise die Fischereizone vor der Küste von Gaza ausweiten und den Warenübergang Kerem Schalom öffnen, hieß es.

Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri bestätigte am Montag, die Bemühungen um eine Waffenruhe gingen weiter. Er sagte allerdings: "Bis jetzt gibt es nichts Definitives."

Palästinensische Unterhändler halten sich noch in Kairo auf. Israel ist erst nach einer Waffenruhe zu neuen Verhandlungen über die Zukunft des Gazastreifens bereit. Auch Ägypten fordert, vor neuen Gesprächen müssten die Waffen schweigen.

Vor einer Woche waren Waffenruhe-Gespräche in Kairo nach einer mehr als einwöchigen Feuerpause gescheitert. Israels Armee teilte mit, die Palästinenser hätten die Waffenruhe mit Raketenangriffen gebrochen, Hamas dementierte dies. Die Palästinenser warfen Israel hingegen vor, durch Kompromisslosigkeit eine Einigung torpediert zu haben. Die Hamas fordert unter anderem eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens sowie die Freilassung von Häftlingen.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor sieben Wochen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza mehr als 2120 Palästinenser getötet und mehr als 10 850 weitere verletzt worden. 90 Familien seien durch die Angriffe praktisch ausgelöscht worden oder hätten sehr viele Opfer zu beklagen. Auf israelischer Seite sind bislang 64 Soldaten und 4 Zivilisten getötet worden, Hunderte mussten medizinisch behandelt werden.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef sind seit dem 8. Juli rund 500 Kinder und Jugendliche im Gazastreifen getötet worden. 307 Jungen und 184 Mädchen im Alter von zehn Tagen bis 17 Jahren seien bei Kampfhandlungen in dem Palästinensergebiet ums Leben gekommen, teilte die Organisation am Montag mit.

Das palästinensische Gesundheitsministerium nennt mit 577 getöteten Minderjährigen eine noch höhere Zahl. Israel wirft der Hamas vor, sie missbrauche Zivilisten im Kampf als menschliche Schutzschilde und nehme dabei den Tod auch von Kindern in Kauf. Bei einem palästinensischen Mörsergranatenangriff wurde am Freitag in einem Kibbuz am Rande des Gazastreifens ein vierjähriger israelischer Junge getötet.

dpa


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