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Die für Terrorismus zuständige Abteilung der Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen.

Die für Terrorismus zuständige Abteilung der Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. © Patrick Seeger/Archiv

Kriminalität

Angriff mit IS-Drohung an Vorschule bei Paris war erfunden

Aufregung um einen angeblichen Terrorangriff: Ein Lehrer einer Vorschule bei Paris will attackiert worden sein. Doch dann stellt sich heraus: Alles frei erfunden - der Mann hat sich selbst verletzt.

Aubervilliers. Die angebliche Messerattacke mit islamistischer Drohung gegen einen Lehrer in einem Pariser Vorort war frei erfunden.

Der Lehrer einer Vorschule in Aubervilliers habe sich selbst verletzt, teilte Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem mit. Der Pädagoge hatte zuvor eingeräumt, sich den Vorfall ausgedacht zu haben, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete.

Der 45-Jährige hatte zunächst gesagt, er sei von einem Maskierten mit einem Cutter-Messer angegriffen worden, der sich auf die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) berufen habe. Deshalb hatte die für Terrorismus zuständige Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen.

Warum der Mann gelogen hat, war zunächst unklar. Der Pädagoge war mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Gut einen Monat nach den Terroranschlägen von Paris hatten die Vorwürfe in Frankreich für großes Aufsehen gesorgt.

Vallaud-Belkacem, die umgehend zur Vorschule fuhr, kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen an Schulen weiter zu verschärfen. Zudem sollten Lehrer und Kinder so lange wie nötig psychologisch betreut werden.

dpa


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