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Deutschland/Welt Ex-Leibwächter Macrons möchte vor Senat aussagen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Ex-Leibwächter Macrons möchte vor Senat aussagen
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09:29 13.09.2018
Alexandre Benalla (l.) muss vor einem Senatsausschuss aussagen. Quelle: AP Photo/Christophe Ena
Paris

Nach gewaltsamen Übergriffen zeigt sich der frühere Sicherheitschef von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron bereit, vor einem Senatsausschuss über die Vorfälle auszusagen. Die Senatoren, die ihn befragen wollten, seien aber „kleine Leute“, für die er „keinen Respekt“ habe, sagte Alexandre Benalla am Mittwoch dem Radio France-Inter. Die Befragung wird vermutlich in einer Woche stattfinden.

Der 27-Jährige hatte bei einer Demonstration am 1. Mai zunächst eine Frau brutal aus einem Demonstrationszug gezerrt und dann auf einen jungen Mann eingeschlagen, der am Boden lag. Benalla ist selbst kein Polizist, trug aber einen Polizeihelm. Für Macron wurde die Affäre zu einer politischen Krise, als bekannt wurde, dass Benalla nach dem Vorfall lediglich zwei Wochen suspendiert und nicht sofort entlassen worden war. Schließlich wurde er aber gefeuert.

Im Juli erhob die Justiz vorläufig Anklage gegen ihn. Das laufende Verfahren macht es den Senatoren unmöglich, direkte Antworten auf die Geschehnisse vom 1. Mai zu erhalten.

Um Strafe zu vermeiden

Ursprünglich wollte Benalla nicht vor dem Rechtsausschuss des Senats erscheinen. Dem Sender BFMTV sagte er aber, dies nun „widerwillig“ doch zu tun, da ihm der Ausschussvorsitzende Philippe Bas gesagt habe, wenn ein Zeuge eine Aussage verweigere, könne dies zu einer Gefängnisstrafe sowie Geldbußen führen. France-Inter sagte Benalla, Bas sei ein aufgeregter „kleiner Marquis“.

Von RND/dpa