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Deutschland/Welt Änderungen im März 2019: Mütterrente, Mindestlohn, Feiertag
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12:10 28.02.2019
Höhere Mütterrente, Mindestlohn im Baugewerbe, neuer Feiertag in Berlin - das sind die wichtigsten Änderungen im März 2019. Quelle: Wolfram Steinberg/Patrick Pleul/Jens Wolf/dpa
Hannover

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hält der März erfreuliche Änderungen bereit. Neben der Mütterrente steigt auch der Mindestlohn im Baugewerbe an. Grund zur Freude haben auch die Einwohner Berlins: dort gilt der Internationale Frauentag am 8. März zum ersten Mal als gesetzlicher Feiertag. Doch der Reihe nach.

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Die Änderungen im Februar 2019 finden Sie hier.

Änderungen im März 2019: Mütterrente II

Ab dem 1. März 2019 erhalten Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, einen halben Rentenpunkt mehr pro Kind und somit mehr Geld. Bisher erhielten Mütter in der Mütterrente I je zwei Rentenpunkte für Kinder, die vor 1992 und je drei Punkte für Kinder die ab 1992 geboren wurden.

Ein Rentenpunkt entspricht aktuell einem Bruttowert von monatlich 30,69 Euro in den neuen und 32,03 Euro in den alten Bundesländern. Somit gibt es für jedes Kind, das vor 1992 geboren wurden, zukünftig 15,35 Euro brutto im Osten und 16,02 Euro brutto im Westen pro Monat.

Die sogenannte Mütterrente II wird auch für Bestandsrentnerinnen und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2019 ausgezahlt. Eingeführt wurde die Mütterrente erstmals im Jahr 2014. Mit der im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung beschlossenen Rentenreform 2019 soll auf lange Sicht eine Gleichstellung aller Eltern erreicht werden.

Übrigens: Auch wenn es widersprüchlich klingt, Väter haben Anspruch auf die Mütterrente, wenn sie die Kinder nachweislich überwiegend selbst erzogen haben. Allerdings bedarf es in solchen Fällen der Einwilligung der leiblichen Mutter. Bei gemeinsamer Erziehung kann eine Erklärung eingereicht werden, die bestimmt, welchem Elternteil die Erziehungszeiten zugeordnet werden soll.

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Änderungen im März 2019: Mindestlohn im Baugewerbe

Beschäftigte im Baugewerbe erhalten ab 1. März 2019 einen höheren Mindestlohn. Die Höhe des Mindestlohns fällt dabei je nach Region und Lohngruppe unterschiedlich hoch aus.

In Westdeutschland erhalten Beschäftigte im Baugewerbe zukünftig 12,20 Euro (Lohngruppe 1) beziehungsweise 15,20 Euro, wenn sie der Lohngruppe 2 angehören. In Ostdeutschland gilt im Baugewerbe dagegen ein einheitlicher Mindestlohn von 12,20 Euro. Ein Sonderfall ist Berlin, wo der Mindestlohn in der Lohngruppe 1 wie im Westen 12,20 Euro und in der Lohngruppe 15,05 Euro beträgt.

Die Mindestlöhne im Baugewerbe sind allgemeinverbindlich. Das bedeutet, dass sie für alle Arbeitnehmer gelten, unabhängig davon, ob sie in Tarifverträgen beschäftigt sind oder nicht. Auch für Arbeitnehmer, die aus dem Ausland entsandt werden, gilt der Mindestlohn.

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Änderungen im März 2019: Neuer Feiertag in Berlin

Zwar wurde der Internationale Frauentag bereits im vergangenen Monat als gesetzlicher Feiertag in Berlin festgelegt. Doch in den Vorzug des neuen Feiertags kommen die Hauptstädter erst jetzt, im März. Am 8. März wird der, auch als Weltfrauentag, Frauenkampftag oder einfach nur Frauentag bekannte, Welttag erstmals als Feiertag in Berlin begangen.

Der Internationale Frauentag gilt als Symbol für die Gleichberechtigung und geht auf eine Initiative verschiedener sozialistischer und emanzipatorischer Organisationen des frühen 20. Jahrhunderts zurück.

Änderungen im März 2019: Zeitumstellung

Wenn es nach EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker geht, hätte die Abschaffung der Zeitumstellung eigentlich schon in diesem Jahr erfolgen sollen. Doch vielen EU-Mitgliedsländern war der 31. März 2019 als Deadline zu knapp. Ein Kompromissvorschlag des EU-Parlaments sieht die endgültige Abschaffung der Zeitumstellung nun für das Jahr 2020 vor.

Es wird also vorerst weiter an der Uhr gedreht - das nächste Mal auf Sommerzeit am 31. März 2019, in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Um 2 Uhr nachts wird die Uhr um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Das heißt also eine Stunde weniger Schlaf und dafür eine Stunde mehr Helligkeit.

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Abschaffung der Zeitumstellung: Wird das die letzte Winterzeit?

Von RND/pf

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