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Deutschland/Welt ARD-Deutschlandtrend: SPD verliert, Grüne legen zu
Nachrichten Politik Deutschland/Welt ARD-Deutschlandtrend: SPD verliert, Grüne legen zu
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22:30 02.05.2013
Gruppenbild mit Steinbrück: Der SPD-Kanzlerkandidat (M.)traf sich mit den SPD-Ministerpräsidenten der Länder zu einem Gespräch. Quelle: Hannibal
Berlin

Trotz der aktuellen Debatte um Steuerbetrug und Steuergerechtigkeit verharrt die SPD im Umfragetief. Im neuen ARD-"Deutschlandtrend" sinken die Sozialdemokraten um einen Punkt auf 26 Prozent - die Partei hofft, im Wahlkampf mit der Forderung nach einer härteren Gangart gegenüber Steuerbetrügern punkten zu können. Stärkste Kraft bleibt die Union, die laut Infratest dimap im Vergleich zur Vorwoche unverändert auf 40 Prozent kommt.

Die Grünen verbessern sich um einen Punkt auf 15 Prozent. Die FDP verharrt bei vier, die Linke kommt weiter auf sieben Prozent. Die Euro-Kritiker der "Alternative für Deutschland" landen bei drei Prozent. Damit liefe es derzeit auf eine große Koalition oder Schwarz-Grün hinaus.

Kanzlerin Angela Merkel ist der Umfrage zufolge weiterhin die beliebteste Parteipolitikerin. Mit ihrer Arbeit sind aber nur noch 65 Prozent der Deutschen zufrieden (-3). SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück liegt mit 33 Prozent (+1) weiter deutlich hinter Merkel. Wenn die Deutschen den Regierungschef direkt wählen könnten, würden sich 59 Prozent für Merkel entscheiden (-1), 28 Prozent für Steinbrück (+3). Damit kann der frühere Bundesfinanzminister etwas zulegen.

Aus Sicht der Bürger ist Steinbrück nicht der Hauptgrund dafür, dass die SPD in Umfragen mäßig dasteht. 70 Prozent finden, ein sehr großes oder großes Problem für die SPD sei, dass sie "nicht richtig deutlich gemacht habe, wie sie die Euro-Krise lösen will". Ebenfalls 70 Prozent meinen, die Ankündigung, nach der Wahl die Steuern zu erhöhen, sei ein Problem für die SPD. 66 Prozent sagen, "dass die CDU mit Angela Merkel eine sehr geschätzte Kanzlerin hat".

Die Mehrheit der Deutschen glaubt, dass die Pläne von SPD und Grünen, nach der Wahl die Steuern für höhere Einkommen anzuheben, den Parteien im Wahlkampf schaden werden. Allerdings finden 72 Prozent es richtig, die Steuern für Menschen mit höheren Einkommen zu erhöhen - SPD und Grüne wollen einen Spitzensteuersatz von 49 Prozent.

Nach den Veröffentlichungen über die Ermittlungen gegen Bayern Münchens Präsidenten Uli Hoeneß wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung sprechen sich 34 Prozent der Befragten dafür aus, die strafbefreiende Selbstanzeige bei Steuerdelikten künftig generell abzuschaffen.

dpa

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