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Deutschland/Welt 32 Blauhelme von Golanhöhen gerettet
Nachrichten Politik Deutschland/Welt 32 Blauhelme von Golanhöhen gerettet
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20:29 30.08.2014
Die Blauhelmsoldaten von den Philippinen waren seit zwei Tagen eingekesselt. Quelle: Atef Safadi/Archiv
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Kunaitra/New York

Die Blauhelmsoldaten von den Philippinen waren seit zwei Tagen an ihrem Standort eingekesselt und hatten sich gegen Angriffe der Rebellen gewehrt. An einem anderen Standort, der ebenfalls von bewaffneten Extremisten angegriffen wurde, waren nach UN-Angaben weiter dutzende Blauhelmsoldaten eingekesselt.

Syrische Menschenrechtler berichteten von neuen Gräueltaten der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die in Syrien und im Irak große Gebiete erobert hat. Die Extremisten verteilten in den vergangenen Wochen rund 300 gefangene jesidische Frauen und Mädchen aus dem Irak an ihre Kämpfer in Syrien, wie die Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete.

In mindestens 27 Fällen hätten IS-Anhänger die Frauen für 1000 US-Dollar pro Person gekauft, um sie zu heiraten. Die Opfer seien als "Beute aus dem Krieg mit den Ungläubigen" bezeichnet worden.

Die Terrormiliz hatte Anfang August im Norden des Iraks große Gebiete eingenommen, in denen vor allem Jesiden leben. Radikale Muslime beschimpfen die Anhänger der monotheistischen Religion als "Teufelsanbeter". Rund 200 000 Menschen flohen vor den Extremisten. Nach UN-Angaben wurden rund 2500 Jesiden entführt.

Die nordirakischen Kurden meldeten unterdessen Erfolge gegen den IS. Kurdische Peschmerga-Kämpfer seien in den Ort Sumar eingedrungen, berichtete die irakische Nachrichtenseite Al-Mada am Samstag. Die heftigen Kämpfe gingen allerdings noch weiter. Die Kurden hatte vor einigen Tagen eine neue Offensive gegen die Extremisten begonnen.

Die ebenfalls radikalislamische Al-Nusra-Front hatte am Donnerstag die 72 philippinischen UN-Blauhelme auf den Golanhöhen eingekesselt, von denen nun 32 befreit wurden. Weitere 44 Mitglieder der UN-Beobachtertruppe nahm die Miliz gefangen. Dabei handelt es sich um Soldaten der Fidschi-Inseln. Die Blauhelmsoldaten beobachten auf den Golanhöhen den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien.

Bereits in der Nacht zu Samstag waren in der Region Kämpfe zwischen Soldaten der syrischen Armee und Al-Nusra-Rebellen ausgebrochen. Mindestens drei Regimegegner seien getötet worden, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die gefangenen UN-Soldaten sollen nach Angaben eines Sprechers der Vereinten Nationen sicher und wohlauf sein. "Die UN wurden informiert, dass es die Absicht war, die Friedensschützer von einem aktiven Gefechtsfeld zu ihrem eigenen Schutz in sicheres Gebiet zu bringen", heißt es in einer UN-Erklärung.

Die UN hätten "aus sicherer Quelle" vom Zustand der Soldaten erfahren. Zu ihnen bestehe kein direkter Kontakt. Dagegen haben die UN Funkverbindung zu den eingekesselten philippinische Soldaten.

UN-Sprecher Stéphane Dujarric hatte am Freitag gesagt, die Vereinten Nationen sprächen "mit allen Seiten", um eine Freilassung der Gefangenen zu erreichen. Er forderte erneut die Freilassung der UN-Soldaten.

dpa

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