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Deutschland/Welt 17 Tote nach Angriff auf Kirchenbesucher
Nachrichten Politik Deutschland/Welt 17 Tote nach Angriff auf Kirchenbesucher
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15:15 02.01.2018
Bewaffnete Rebellen sorgen im Süden Nigeria stetig für Unruhen. (Archivfoto) Quelle: picture-alliance/ dpa
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Lagos

Unmittelbar nach dem Besuch eines christlichen Neujahrsgottesdiensts sind im Süden Nigerias 17 Menschen erschossen worden. Unbekannte Angreifer hätten im Ort Omoku im Bundesstaat Rivers nach der Messe am Montagmorgen das Feuer auf Kirchgänger eröffnet, erklärte am Dienstag Osi Olisa, der leitende Beamte des betroffenen Bezirks Ogba. Es gebe auch Verletzte. „Es war ein willkürlicher Angriff. Sie schossen auf jeden, den sie auf der Straße sahen“, erklärte Olisa. Die Täter seien flüchtig. Zeugen berichteten, sie hätten die Schüsse wegen des Silvesterfeuerwerks zunächst nicht als solche wahrgenommen.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu der Tat. Der Verdacht fiel aber auf eine Bande, die in dem Gebiet des ölreichen Niger-Deltas für zahlreiche Morde und Entführungen verantwortlich gemacht wird. Bewaffnete Gruppen finanzieren sich dort teils mit Lösegeldzahlungen in Folge von Entführungen.

Boko Haram im Süden Nigerias nicht heimisch

Eine andere Region des westafrikanischen Landes, der Nordosten, wird indes von der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram heimgesucht. Die Fundamentalisten haben jedoch bislang keine Angriffe oder Attentate so weit im überwiegend christlichen Süden des Landes ausgeführt.

Im Bundesstaat Kaduna im Norden Nigerias erschossen unbekannte Täter ebenfalls Minuten nach dem Jahreswechsel einen Stammesanführer und seine schwangere Frau. Der Sohn des Paares überlebte verletzt den Anschlag, hinter dem eine Bande bewaffneter Viehdiebe vermutet wird. Das Haus der Familie wurde niedergebrannt.

Erst am Neujahrstag wurde bekannt, dass im Nordosten Nigerias nach Angaben der nationalen Streitkräfte mehr als 700 Menschen der Gefangenschaft der islamistischen Terrormiliz Boko Haram entkommen waren. Es handele sich vor allem um Bauern, Fischer und deren Familien, die von den Islamisten als Arbeitssklaven gehalten worden seien, erklärte Militärsprecher Timothy Antigha am Montag. Die Menschen entkamen demnach in der Folge jüngster erfolgreicher Militäreinsätze gegen Boko Haram im Gebiet des Tschadsees.

Von RND/dpa

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