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Deutschland/Welt 16 Soldaten bei PKK-Angriff und Gefechten in Südosttürkei getötet
Nachrichten Politik Deutschland/Welt 16 Soldaten bei PKK-Angriff und Gefechten in Südosttürkei getötet
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18:03 07.09.2015
Türkische Soldaten lieferten sich mit PKK-Kämpfer schwere Gefechte im Südosten der Türkei. Quelle: Stringer
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Istanbul

Bei einem Angriff der verbotenen Arbeiterpartei PKK im südosttürkischen Daglica und Gefechten sind nach Armeeangaben 16 Soldaten getötet worden. Sechs weitere seien verletzt, teilten die türkischen Streitkräfte mit.

Es war der schwerste Anschlag seit dem Ende des mehr als zwei Jahre andauernden Waffenstillstands zwischen der Türkei und der PKK im Juli. Der Chef der pro-kurdischen HDP, Selahattin Demirtas, brach seinen Deutschlandbesuch nach Angaben seiner Partei ab. Die HDP rief zum Dialog auf und forderte einen beidseitigen Waffenstillstand. "Die Hände müssen sofort vom Abzug genommen und die Waffen zum Schweigen gebracht werden", hieß es in einer am Montag verbreiteten Erklärung.

Ein Militärkonvoi war am Sonntag in Daglica in der Provinz Hakkari in eine Sprengfalle geraten. Anschließend lieferten sich PKK-Kämpfer schwere Gefechte mit den Sicherheitskräften. Die PKK hatte die Zahl der Todesopfer nach Medienberichten zuvor mit 31 angegeben.

Die Armee reagierte mit einem großangelegten Einsatz gegen die PKK im Bezirk Yüksekova und flog Luftangriffe. Insgesamt seien 23 Ziele bombardiert worden, teilte das Militär am Montag weiter mit.

Seit mehr als einem Monat verübt die PKK fast täglich tödliche Anschläge auf Sicherheitskräfte und es kommt zu Gefechten. Die Armee wiederum fliegt Luftschläge auf PKK-Stellungen im Nordirak und der Türkei.

Erst am Wochenende hatte es schwere Auseinandersetzungen im südosttürkischen Cizre gegeben. Die Stadt war zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten gewesen.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte den Anschlag in Daglica scharf. Nach Angaben der regierungsnahen Nachrichtenagentur Anadolu sagte er am Montag in Ankara, solche Angriffe hätten die Absicht, "das Wohl, die Sicherheit und Stabilität unseres Landes zu zerstören".

dpa

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