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Deutschland/Welt 120 Tote bei neuer Terrorwelle im Irak
Nachrichten Politik Deutschland/Welt 120 Tote bei neuer Terrorwelle im Irak
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14:06 11.08.2013
Eine Irakerin am Ort eines der Anschläge im Süden des von blutigen Konflikten gebeutelten Landes. Quelle: Alaa Al-Shemaree
Bagdad

Etwa 300 Menschen wurden nach Angaben von Krankenhausärzten und lokalen Medien verletzt.

Alleine in Bagdad, wo insgesamt zehn Autobomben auf Märkten und vor öffentlichen Gebäuden detonierten, zählte der Fernsehsender Al-Baghdadija 98 Opfer. In der nördlichen Stadt Kirkuk starben den Angaben zufolge 14 Menschen, als eine Autobombe neben einer schiitischen Moschee explodierte. Weitere Sprengsätze detonierten in der Ortschaft Tus Chormato, die zur Provinz Salaheddin gehört, sowie in der südlichen Stadt Al-Nasirija. Die meisten Anschläge trafen am Samstag die Bewohner schiitischer Wohnviertel.

Am Sonntag, detonierten weitere Sprengsätze, während in Bagdad darüber diskutiert wurde, wer die politische Verantwortung für die Fehler im Sicherheitsapparat trägt. Eine Bombe tötete drei Soldaten während einer Militäroperation in der Stadt Al-Hilla, 100 Kilometer südlich von Bagdad. In Balad wurden nach Informationen der Agentur Burathanews am Sonntag zwei schiitische Zivilisten erschossen. Die Regierung hatte vergangene Woche erklärt, es seien besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, um Anschläge während der Feiertag zu verhindern.

Die USA, die 2003 den irakischen Diktator Saddam Hussein gestürzt hatten, verurteilten die Anschläge. Die Sprecherin des Außenministeriums, Jen Psaki, sagte, die Anschläge hätten sich gegen Familien gerichtet, die das Fest des Fastenbrechens feierten. "Die Terroristen, die diese Taten begangen haben, sind Feinde des Islam und ein gemeinsamer Feind der Vereinigten Staaten, des Iraks und der internationalen Gemeinschaft."

Der Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten war nach dem Abzug der US-Truppen vor eineinhalb Jahren erneut eskaliert. Viele sunnitische Muslime, die unter Saddam der Elite angehörten, fühlen sich von der Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki benachteiligt.

dpa

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