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Findet statt: Hamburg-Marathon am kommenden Wochenende.© dpa

Terror

Keine zusätzlichen Sicherungen bei Hamburg-Marathon

Die Bombenanschläge auf den Marathon in Boston haben das Sportfest dort in einen Alptraum für Sportler und Zuschauer verwandelt. In Hamburg werden am Sonntag Hunderttausende zu einem Marathon erwartet. Polizei und Veranstalter gehen von einer sicheren Veranstaltung aus. 

Hamburg. Nach den Anschlägen von Boston soll es keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen für den am Sonntag geplanten Marathon in Hamburg geben. "Für Veranstaltungen wie diese haben wir generell ein hohes Sicherheitsniveau, daran ändert sich nichts", sagte ein Sprecher der Hamburger Polizei am Dienstag. 400 Beamte seien im Einsatz, um die Strecke zu schützen und den Verkehr umzuleiten. Verbindungen zwischen den Anschlägen in den USA und Hamburg seien bislang nicht erkennbar.

"Wir gehen von einer sicheren Veranstaltung aus", sagte der Sprecher. Die Polizei stehe aber im Kontakt mit den amerikanischen Behörden und dem Bundeskriminalamt. "Wir haben momentan keine Veranlassung, etwas zu ändern", sagte auch Marathon-Geschäftsführer Frank Thaleiser. Bereits am Montagabend habe er Kontakt zu der Innenbehörde aufgenommen - kurz nachdem die Explosionen in Boston bekanntgeworden waren.

Drei Menschen waren dort ums Leben gekommen und weit mehr als 100 verletzt worden. "Unsere rund 3000 Helfer werden wohl noch sensibler hinschauen, was am Streckenrand passiert", sagte Thaleiser. Bei einer Veranstaltung mit 42 Kilometern öffentlichem Raum könne es aber keine absolute Sicherheit geben. "Wir können nicht jedem Zuschauer in die Tasche schauen", so Thaleiser. Bislang gingen die Veranstalter von rund 750 000 Besuchern am Sonntag aus.

Ob die Zahl weiter erreichbar sei, müsse abgewertet werden. Womöglich habe aber das Wetter mehr Einfluss auf den Zuschauerzuspruch als die Ereignisse in Boston, hieß es. "Die Läufer fragen uns vor allem, ob der Marathon nun gestartet wird oder nicht", erklärte der Marathon-Geschäftsführer. Viele hätten angekündigt, mit Trauerflor zu laufen. Zum Marathon haben sich rund 15 300 Läufer angemeldet. Start- und Zielbereich befinden sich bei der 28. Auflage an der Hamburg-Messe. In den vergangenen Jahren war der Lauf auf der Reeperbahn gestartet worden, das Ziel war in der Glacischaussee. dpa


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