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Mehr als 160 Einsatzkräfte versuchten am Donnerstagabend, das Feuer im Wohnhaus unter Kontrolle zu bringen.

Mehr als 160 Einsatzkräfte versuchten am Donnerstagabend, das Feuer im Wohnhaus unter Kontrolle zu bringen.
© dpa

New York

Zwölf Menschen sterben bei Wohnhaus-Brand

New Yorks Bürgermeister bezeichnet das Unglück als einer der „schlimmsten Brandtragödien“ der letzten 25 Jahre: Zwölf Menschen sind bei einem Hausbrand im Stadtteil Bronx ums Leben gekommen. Die Ursache des Feuers ist noch unklar.

New York. Bei einem Brand in einem New Yorker Wohnhaus sind zwölf Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein Baby. Das teilte die New Yorker Feuerwehr am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Der Brand in der Bronx habe vier weitere Menschen lebensgefährlich verletzt. Die Todesopfer seien zwischen einem und mehr als 50 Jahren alt, hieß es.

„Wir haben heute Abend eine der schlimmsten Brandtragödien in mindestens einem Vierteljahrhundert gesehen“, sagte Bürgermeister Bill de Blasio nach einer Besichtigung des Brandorts. „Es ist eine entsetzliche Tragödie und Familien sind entzweit worden.“

Der Brand war der schlimmste in New York seit 1990, als in einem nur zehn Autominuten entfernten Club 87 Menschen ums Leben kamen. 2007 hatte das überhitzte Kabel eines Heizgeräts ebenfalls in der Bronx ein Feuer verursacht, das zehn Menschen tötete, unter ihnen neun Kinder.

Noch immer durchsuchen Rettungsteams die Wohnungen

Nach Angaben der Feuerwehr waren am Donnerstag mehr als 160 Feuerwehrleute im Einsatz. Mindestens zwölf Menschen wurden gerettet. Noch Stunden nach dem Brand waren Feuerwehrleute und Polizisten damit beschäftigt, die von den Flammen zerstörten Wohnungen zu durchforsten und Hinweise zur möglichen Brandursache zu sammeln.

Offiziellen Angaben zufolge brach das Feuer im Erdgeschoss des vierstöckigen Wohnhauses haus und breitete sich von dort aus rasch in obere Stockwerke aus. Die Feuerwehr twitterte: „Diese Tragödie ist in ihrer Größe fraglos historisch. Unsere Herzen sind bei jenen Familien, die hier einen Angehörigen verloren haben und bei jenen, die um ihr Leben kämpfen.“

Einige der Überlebenden wurden in eine nahegelegene Schule gebracht, die als Notunterkunft diente. Anwohner wurden aufgerufen, Kleidung zu spenden. In der Nacht des Feuers herrschten Temperaturen bis zu minus zehn Grad Celsius. Auch für die kommenden Tage und Nächte wurden in der Metropole eisige Temperaturen vorausgesagt.

Von Johann Schmitt-Tegge, dpa/RND


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