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Ein Polizeiwagen hinter der Absperrung eines Tatorts.

Ein Polizeiwagen hinter der Absperrung eines Tatorts.© Alyssa Schukar/Archiv/Symbolbild

Notfälle

Zwei Vierjährige erschießen in den USA zwei Menschen

Während US-Präsident Barack Obama vehement für schärfere Waffengesetze kämpft, haben innerhalb weniger Tage zwei Vierjährige zwei Menschen getötet. In New Jersey verletzte ein Junge seinen zwei Jahre älteren Spielkameraden mit einem tödlichen Gewehrschuss am Kopf.

Washington. In Tennessee streckte ein Junge die Ehefrau eines Hilfssheriffs nieder - als dieser stolz seine Waffenkollektion präsentierte. In beiden Fällen handelt es sich nach den Worten der Polizei um einen tragischen Unfall. Die gegenwärtige Waffendebatte wird dadurch kaum beeinflusst - auch Obama stellt das Recht der Amerikaner auf Waffenbesitz nicht in Frage.

"Zwei Vierjährige, zwei Schusswaffen, zwei tödliche Schießereien", titelte der TV-Sender NBC. Das Spiel mit tödlichem Ausgang in New Jersey ereignete sich am Montagabend (Ortszeit). Die beiden Jungen tollten den Angaben zufolge im Garten herum - dann sei der Vierjährige ins Haus seiner Eltern gegangen und mit einem Gewehr zurückgekehrt. Wenig später sei der Schuss gefallen.

Zunächst sei das schwerverletzte Kind ins Krankenhaus gekommen. Zwischenzeitlich hieß es sogar sein Zustand habe sich stabilisiert. Doch am Dienstagnachmittag wurde der Sechsjährige im Krankenhaus für tot erklärt. "Wir beten für das Kind", sagte ein Polizeioffizier.

 Während des Vorfalls seien die Eltern zu Hause gewesen. Die zuständige Staatsanwaltschaft von Atlantic County habe die Ermittlungen übernommen, berichtete der TV-Sender CBS. Sie prüfe, ob Klage erhoben wird - und wenn ja, gegen wen, sagte Polizeichef Michael Mastronardy.

"Ich bin traurig wegen der Kinder und der betroffenen Familien" meinte eine Nachbarin. "Aber ich bin wütend auf jeden, der eine Schusswaffe besitzt und es zulässt, dass sie in die Hände kleiner Kinder gerät."

Bei dem tödlichen Schuss auf seine Ehefrau in Tennessee war der Hilfssheriff selbst präsent. Der Mann habe im Schlafzimmer seiner Wohnung Freunden seine Waffensammlung gezeigt, als seine Frau und ein vierjähriger Verwandter ins Zimmer kamen. Plötzlich habe sich der Kleine eine geladene Pistole vom Bett gegriffen und die 48-Jährige erschossen, berichteten Medien.

 "Es handelt sich um eine traurige Verkettung von Umständen", sagte Sherrif Robert Byran dem TV-Sender CBS. "Niemand ist dagegen immun."

Obamas betont in seiner Initiative für striktere Waffengesetze immer wieder, dass in der Verfassung verankerte Recht auf Waffenbesitz nicht antasten zu wollen. Rund 250 Millionen Schusswaffen befinden sich in den USA in privater Hand. Auch das soll nach Obamas Plänen so bleiben.  

dpa


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