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Panorama Zwei Babys sterben nach verunreinigter Infusion
Nachrichten Panorama Zwei Babys sterben nach verunreinigter Infusion
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23:30 22.08.2010
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Mainz. Neun weitere Kinder wurden mit derselben Infusion versorgt, von ihnen befanden sich mindestens zwei am Sonntagabend in kritischem Zustand, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung auf.

Nach Angaben der Universitätsmedizin Mainz steht der Tod der beiden Säuglinge am Samstag „möglicherweise“ im Zusammenhang mit der verschmutzten Infusionslösung. Die Säuglinge wurden demnach wegen schwerer Erkrankungen auf der Intensivstation des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin behandelt.

Bei den betroffenen Infusionen handele es sich um Ernährungslösungen, die aus verschiedenen Komponenten externer Hersteller in der Apotheke der Universitätsmedizin Mainz für jeden Patienten individuell hergestellt wurden. Bei der täglichen Überprüfung sei die Verkeimung festgestellt worden. Die Nutzung der Herstellungssysteme und Lösungen sei sofort gestoppt, alle Infusionen bei den betroffenen Patienten durch Präparate anderer Hersteller ausgetauscht worden.

Das Polizeipräsidium Mainz bildete eine Sonderkommission. Die beiden toten Säuglinge sollten noch am Abend von Sachverständigen der Gerichtsmedizin Frankfurt untersucht werden. Das Institut wurde auch mit den ergänzenden mikrobiologischen Untersuchungen beauftragt. Die Staatsanwaltschaft will nach eigenen Angaben im Zuge ihrer strafrechtlichen Ermittlungen klären, „an welcher Stelle die Kontamination der Nährlösung erfolgt ist“.

„Wir sind schockiert über die aktuellen Ereignisse“, erklärte Klinik-Vorstandschef Norbert Pfeiffer. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Eltern und Angehörigen der verstorbenen Kinder.“ Die Universitätsmedizin Mainz habe die zuständigen Behörden „unverzüglich informiert und eingebunden“, erklärte Pfeiffer. „Die Suche nach der genauen Ursache innerhalb der gesamten Herstellungskette wird mit Hochdruck vorangetrieben.“

Alle betroffenen Patienten wurden laut der Erklärung vorsorglich medizinisch behandelt. Auch ihr Gesundheitszustand hatte sich nach der Infusion verschlechtert. Aus Sicherheitsgründen wurden vier weitere Kinder, die anderweitig portionierte Medikamente erhalten hatten, untersucht und vorbeugend behandelt. Diese Patienten wiesen jedoch keine Auffälligkeiten auf. afp

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