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Panorama Zerstückelte Leiche: Ermittlungen zu möglichem Serienmord
Nachrichten Panorama Zerstückelte Leiche: Ermittlungen zu möglichem Serienmord
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19:20 18.05.2016
Beamte des Hessischen Landeskriminalamtes an einen Fundort, an dem Leichenteile entdeckt worden sind. Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv
Wiesbaden

Ein inzwischen gestorbener Mann könnte für eine Mordserie in Hessen verantwortlich gewesen sein. Die Ermittler prüfen einen Zusammenhang zwischen dem Fall einer 2014 gefundenen zerstückelten Frauenleiche und einem 1998 getöteten 13-Jährigen sowie vier getöteten Prostituierten.

Dies teilte das Hessische Landeskriminalamt mit. Diese Morde aus den Jahren 1971, 1991 und 1993, waren nie aufgeklärt worden. Der Verdacht, dass der Mann ein Serienmörder gewesen sein könnte, war bereits im vergangenen Dezember aufgekommen - nun nannte das LKA die konkreten Fälle.

Für Donnerstag ist im Hessischen Landeskriminalamt eine Pressekonferenz angesetzt, bei der neue Ermittlungsergebnisse vorgestellt werden sollen.

Im September 2014 war in einer Schwalbacher Garage die zerstückelte Leiche einer Prostituierten aus Frankfurt gefunden worden. Die Garage gehörte einem Rentner, der kurz zuvor gestorben war. Beim Ausräumen fanden seine Verwandten in zwei blauen Plastikfässern einen verwesten Kopf und weitere Leichenteile. Die Polizei geht davon aus, dass der Rentner für den Tod der Frau verantwortlich war.

Während der Ermittlungen begann die Polizei, den Tathergang mit anderen ungelösten Mordfällen in der Region zu vergleichen. Jetzt zeigt sich: Die Schwalbacher Tat ähnelt vier Morden an Prostituierten in Frankfurt aus den Jahren 1971, 1991 und 1993, die nie aufgeklärt wurden.

Auch zum Fall Tristan hat die Polizei Verbindungen hergestellt. 1998 war der 13-jährige Junge in Höchst getötet worden, der Täter wurde nie gefunden. "Die Art, in der die Tat begangen wurde, ist wie ein Verhaltens-Fingerabdruck für uns", sagte ein Polizeisprecher. Wegen der besonderen Grausamkeit, mit der vorgegangen wurde, waren den Ermittlern Parallelen aufgefallen.

dpa

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