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Panorama Zehn-Zentner-Bombe muss gesprengt werden
Nachrichten Panorama Zehn-Zentner-Bombe muss gesprengt werden
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15:20 27.12.2009
Wegen einer Bombenräumung mussten in Vechte auch zwei Gefängnisse evakuiert werden. Quelle: lni
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Vechta . Der Zünder sei derart deformiert, dass der Blindgänger kontrolliert gesprengt werden müsse, sagte ein Stadtsprecher. Dazu wurde die Bombe am frühen Nachmittag zu einem vorbereiteten Sprengplatz transportiert. Die Sprengung wurde gegen 15.00 Uhr erwartet.

Zuvor war in Vechta eine der aufwendigsten Evakuierungen seit Jahren abgelaufen. Für die Bombenentschärfung mussten am Sonntagmorgen etwa 8500 Bewohner von Häusern in der Sicherheitszone um den Fundort vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Geräumt wurden zu großen Teilen auch ein Krankenhaus und zwei Seniorenheime. Die Bewohner kamen in Evakuierungszentren und anderen Einrichtungen unter, wo sie versorgt und betreut wurden. In abgelegenen Flügeln des Krankenhauses harrten etwa 90 Patienten und 150 Klinikmitarbeiter aus. Der Bombenfundplatz war durch eine Wand aus 20 Seecontainern und aufgestapelten Strohballen abgeschirmt.

Eine besondere Herausforderung stellte die Evakuierung zweier Gefängnisse dar. Betroffen waren laut einem Sprecher des Justizministeriums in Hannover etwa 350 männliche und 150 weibliche Gefängnisinsassen, die in andere Justizvollzugsanstalten gebracht werden mussten.

Für die Verlegung der Gefangenen in Gefängnisse in Hannover, Oldenburg und Meppen sowie zwei Außenstellen in Vechta wurden 17 Spezialtransportbusse sowie 20 Begleitfahrzeuge unter anderem aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Hamburg herangezogen. Es sei das erste Mal, dass die 1904 errichteten Gefängnisse komplett geräumt und quasi „von außen abgeschlossen“ würden, sagte der Sprecher. Die Gefängnisräumung sei seit Frühjahr vorbereitet worden, da die Aktion eine enorme logistische Herausforderung darstelle.

Der Bombenblindgänger war vor etwa einem dreiviertel Jahr bei der Auswertung von Luftbildern entdeckt worden. Er liegt in etwa fünf Metern Tiefe. lni

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