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Panorama Wer zu viele SMS schreibt, rennt gegen Wände
Nachrichten Panorama Wer zu viele SMS schreibt, rennt gegen Wände
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18:28 30.06.2010
Gefährlich? SMS-schreiben macht angeblich krank, behaupten Forscher.

Sydney. Davon ist jedenfalls eine australische Wissenschaftlerin überzeugt. Jennie Carroll vom Königlichen Institut für Technologie in Melbourne habe zahlreiche Krankheiten entdeckt hat, die vor allem Teenager beim „simsen“ heimsuchen können, erklärte sie am Mittwoch im australischen Rundfunk.

Die entsprechenden Fachnamen hatte sie gleich mitgeliefert: Sie lauten post-textisches Stresssyndrom, „Tangst„gefühle (aus Text und Angst) und Koma-Texten. Sie warnte vor der Ausbreitung solcher Krankheiten, nachdem der Mobilfunkanbieter Boost mitgeteilt hatte, dass sich die Zahl der in Australien verschickten SMS seit 2008 verdoppelt hat.

Bei den Medizinern in Deutschland sorgt diese Meldung in erster Linie für Erheiterung. „Das ist Quatsch, richtig Quatsch“, sagte der Kinder- und Jugendpsychologe Michael Schulte-Markwort vom Universitätsklinikum Hamburg der Nachrichtenagentur dpa. Es gebe natürlich immer wieder Eltern, die in Sorge sind, weil ihre Kinder ihre Handys zu intensiv nutzen. Der Kinder- und Jugendpsychiater habe das aber noch nie als Sucht erlebt.

„Natürlich kann man so fixiert sein. Das als Krankheit zu bezeichnen, ist ausgemachter Blödsinn.“ Die von der Australierin Caroll beschrieben Krankheiten seien nichts Besonderes. Die eigene Attraktivität anhand von empfangenen SMS oder Emails zu messen oder die eigene Umwelt beim Telefonieren nicht mehr wahrzunehmen, das ist ein normales Phänomen. Das gehe meist mit dem häufigen Gebrauch von Medien einher. „Das ist nichts Neues.“

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